Poesie
von Volker Doormann
 



No one can govern the sun


 for Neil

No one can govern the sun
No sun takes orders from no one
No one can command you: Be free!
No one can command you: Be thee!
No one can tell you the truth
No one can get yourself loose
No one can govern the moon
No one can undo a tune
Be no ones master, be no ones slave
Sing songs of love and stay

Each tree grows without a  king
No king gives planets their swing
Doing is moving a stone
Not doing lets you for your own
Masters can't move stones alone
Slaves doing move many more stones
Love need no master nor slave
Be love and be yourself brave
Be no ones master be no ones slave
Sing songs of love and stay

N
o one can govern the sun
No sun takes orders from no one
No one can command you: Be free!
No one can command you: Be thee!
No one can tell you the truth
No one can get yourself loose
No one can govern the moon
No one can undo a tune
Be no ones master, be no ones slave
Sing songs of love and stay

Each tree grows without a  king
No king gives planets their swing
Doing is moving a stone
Not doing lets you for your own
Masters can't move stones alone
Slaves doing move many more stones
Love need no master nor slave
Be love and be yourself brave
Be no ones master be no ones slave
Sing songs of love and stay
(2006)




Du bist Du


Geboren an dem Tag der Mutter Niederkunft. Es ist gescheh'n.
Unfrei in der Wahl der Stunde nach der Mutter Schmerz und Weh'n.
Du bist Da.

Angewiesen auf das Nähren. Unfrei gleich zu Laufen früh.
Bedingt auch gleich Latein zu lehren. Begabt in Dichtkunst ohne Müh'.
Du bist Du.

Kannst sehen nur, was Du auch siehst, kannst schrei'n Dich sehn wenn Mutter fort,
Bist schüchtern wenn du Fremde siehst, bist nur zugleich an einem Ort.
Du bist Da.

Eingesperrt in einen Körper, der aus der Ahnen Reihe ist, wirst Du Dir dann Selbst bewusst,
frei zu sehen wer Du bist.
Du bist Du.

Es ist gegeben, ohne daß es anders sei, mußt geduldig dies ertragen,
Dies zu erkennen bist Du frei. Egal was Sterne dazu sagen.
Du bist Da.

Dann erkennst Du daß der And're wie ein Tag zum nächsten ist,
eben gleich und doch verschieden, genau wie Du, doch anders ist.

Wie das Versmaß eines Liedes, wie der helle Klang in Dur,
ist ein jeder eingebettet, in die Ordnung der Natur.
Du bist Du.

Ob Du's zagst, noch ob Du's dankest, Sterne Schwingung 'Klang' im Hier,
zeigen gleiche Ordnung immer, Darum ist es sichtbar Dir.
Du bist Da.

Sternenordnung, Tag und Nacht, sind kein Zwang der Dich bestimmt,
wenn Du sie als Freund betrachtest, niemand Dir das Frei Sein nimmt.

Kennst Du dann der Sterne Lieder, mit samt allen Harmonien,
find'st Du auch die Töne wieder, die zu Deiner Stunde spiel'n.
Du bst Du.
(2003)

 




In der Fremde


Ich kam in diese harte Welt und wußte nichts von Macht und Geld
und war ein Fremder wie von Gott verlassen.
Die Dinge die ich sah und wahrnahm schmerzten mich in meinem Innern.
Da begann ich diese Welt zu hassen. Da begann ich diese Welt zu hassen

In meinem Schmerz bewegten Worte meine Seele -
Worte voller Klarheit brachten meiner Seele Freude.
Sie machten mir mich selbst bewußt und ich erkannte Gott in mir -
und dass er schläft in jedem Leben. Und dass er schläft in jedem Leben

Die Liebe die im Innern ist und Schmerz der mich nicht ruhen läßt
ist nicht zu trennen und das Los des Lebens. Die Welt sucht Licht in der Gewalt
und Liebe kennt sie nicht noch Geben. Schlachter ordnen diese Welt.
Ich weine meine Tränen weil ich liebe. Ich weine meine Tränen weil ich liebe.
(2006)



 




Der Wissende


Der, der weiß, ist der Wissende, und wissend sucht er mehr.
Der, der glaubt, ist der Glaubende, und glaubend bleibt er leer.
Der Glaubende glaubt unbeirrt zu wissen: Es ist so, wie es ist.
Der Wissende fragt vom Glaubenden unbeirrt: Ist es so, wie es ist?
Unbeirrt im Glauben, glaubt der Glaubende dem Wissenden nicht
Unbeirrt stört den Wissenden, der zu wissen Glaubende nicht.
(2006)

 
                               Kabir




Liebe und Wahrheit

Liebe unterscheidet nicht. Wahrheit schon.
Liebe ist nicht logisch. Wahrheit schon.
Wahrheit trennt. Liebe heilt.
Diese Welt ist krank durch das Trennen,
sie hat vergessen, daß nur der etwas trennen sollte, der auch heilen kann.
(2006)
 


                            Kabir




Wer


Wenn Du das, das WER Du bist, in Dir suchst, bist Du kein Wir;
Denn das was Du in Dir findest, weiß niemand and'rer außer Dir.

Niemand and'rer kann Dir sagen, woher Du kommst und Wer Du bist,
Als Du allein als eine Seele und wo seine Heimat ist.

Hohe Schulen sind wie Drogen, sie verändern den Verstand.
Du als Seele gehst verloren, Liebe ist dort nicht bekannt.

Das Wir glaubt, dass das der Seele nur ein Aberglauben sei,
Das das Denken aus der Bahn wirft und nicht zu beweisen sei.

Aber nichts ist zu beweisen, was Du in dem Außen siehst,
Es sind alles Konventionen, die Du in Erwägung ziehst.

Regeln dieser Welt sind Konventionen aus dem Wir,
Fest bestimmt als wahr zu gelten allen Wir im hier.

Kämpfen, Siegen, Denken, Handeln sind der Seele Knast und Wein,
Statt sie zu beschützen, mauert es die Seele ein.

Wie die Männer aus dem Osten Frauen sperren in das Haus,
Sagt man ihr, mit Macht und Glauben, Du darfst nicht raus.
(2008)




Sein

 
(1979)


 

©  volker doormann   2001 -  2008