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Vor zweieinhalb Jahrtausenden, zur gleichen Zeit,
als Gautama Buddha und Jain Mahavira in Indien ihre Frohbotschaft von der
Leidenthaftung verkündeten und Pythagoras in Griechenland den Innenweg zum
Göttlichen offenbarte, lebte Li=Örl Lao=Tsu in China seine Lehre vom
Tao. Li=Örl wurde im dritten Jahre der Regierung des
Kaisers Ting=Wang, im Jahre 604 B.C.E. als Sohn des Bauern Li in K'hüjen in der
Provinz Honan geboren. Sein Vorname Ör oder Örl (Ohr) wurde ihm als
Sinnbild weisen Lebensgehorsams gegeben. Nach den spärlichen Berichten über sein
Leben, die wir dem chinesischen Geschichtsschreiber Si=Ma=Tsien (163-85
B.C.E.) verdanken, führte ihn sein Schicksal früh in die alte Kaiserstadt
Lo=Yang im Gebiet des Hoang=ho oder Gelben Flusses, die nicht nur das Zentrum
der chinesischen Reichsgründung, sondern schon seit der Shang=Dynastie
(1450-1050 B.C.E.) und auch während der Regierungszeit der Tshu (1050-300
B.C.E.) den geistigen Mittelpunkt Chinas bildete.
Li=Örl gelangte
hier früh zu Ansehen und schließlich trug ihm sein Vertrautsein mit den Lehrern
der Frühzeit und ihren Werken das Amt des Geschichtsschreibers der Archive der
Tshu, später das des Reichsarchivars und Staatsbibliothekars sowie den ehrenden
Beinamen Lao=Tse (Lao oder Lau = alt. Tse, Dsi oder Tsu = Weiser,
Meister, also Der alte Weise. Nach seinem Tode wurde er Lao=Dan
Ehrwürdiger Weisheitslehrer genannt) ein. Sein Streben galt nicht dem
äußeren, sondern dem inneren Leben. Nur wenige wußten, dass seine äußere
Einsamkeit und bescheidene Zurückgezogenheit Berger und Verberger seiner inneren
All-Gemeinsamkeit war, seines Erwachtseins zum Tao. Solange Lao=Tse in
Lo=Yang wirkte, schrieb er nichts was über den Rahmen seiner beruflichen
Tätigkeit hinausging. Nur wenige Schüler, die er selbst auswählte und die gleich
ihm zu schweigen wußten, leitete er auf den Weg nach innen. Wir würden von seinem
Wirken nichts wissen, erwiese ihn nicht sein Tao=Teh=Ching als Mystiker, in dem
irgendwann in der Mitte seines Lebens das innere Licht allerhellend aufstrahlte:
Wie unterm Bodhi-Baum dem Königssohn Gautama die Erleuchtung zuteil ward, die
ihn zum Buddha, zum Erwachten werden ließ und wie in vielen Weisen und
Vollendeten vom Urbeginn aller Zeiten an gleichermaßen das innere Licht
aufflammte, so erschloß sich auch Li=Örl in der Sternstunde seines Lebens der
All-Eine, bis er in der Seligkeit des Selbst-Erwachens Lao=Tsu wurde, der sich
selber Weg und Ziel ward. Tao, Nirwana, das Reich Gottes - alles ward ihm zu
einem, zum Einen:
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"Wahrlich, wir sind eins! Teil ward Ganzes. Leere ward
Fülle. Den Wunschbefreiten erfüllt Leben. Geeint bin ich dem überseienden
Nicht=Sein. Ich bin erwacht! Nicht umsonst war dieses Dasein. Ich habe zum
Leben heimgefunden - zum Tao. Wahrlich: Wer im Lichte steht, sieht alles
erleuchtet. Wer zum Tao erwacht, hat das Leben!" Von da an ist
Lao=Tsu innerlich ein anderer. Nach außen hin aber blieb er, was er war: der
weise Verwalter der Überlieferungen seines Volkes, der beste Kenner der
charakter- und geschichtsbildenden Kräfte, dessen Rat auch der Kaiser schätzte
und dessen Ruf sich über das ganze Reich verbreitete.
In der
geschichtlichen Begegnung mit dem des größten chinesischen Philosophen und
Morallehrer, Kung=Tse (Konfuzius), die der Überlieferung nach um 517 B.C.E
stattfand als Lao=Tsu in seinem 87) Lebensjahr stand und Kung=Tse im sechsten
Jahrzehnt seines Daseins, hatte Kung=Tse den Weisen aufgesucht, um sich von ihm
über gewisse Morallehren der alten Philosophen unterrichten zu lassen und ihm
seine eigenen Ansichten zu unterbreiten. Bekannt ist die Antwort, die Lao=Tsu
ihm gab:
"Die Philosophen, von denen Du sprichst, sind längst
verwest, wenn auch ihre Lehren als Ausdruck ihrer Zeit uns geblieben sind. Was
zu wissen ist, ist zeitlos. Wenn die Verantwortlichen ihrer Zeit gerecht werden,
sind sie Führer und ein Segen für ihr Volk; wenn nicht, bleiben sie Getriebene,
die Fortschritt und Vollendung der Menschen aufhalten. Vergeblich jeder Versuch,
Menschen und Völker durch äußere Reformen zu ändern. Zähme darum Deine
Eitelkeit, laß fahren Dein fahrläßig Wissen! Laß ab vom Trug der schönen
Programme, die dem Volke nicht helfen! Das Volk erneuert sich aus sich selbst,
wenn es frei sich selbst regiert. Der Mensch veredelt sich selbst durch sein
Selbst: durch das ihm innewohnende Streben nach Selbstverwirklichung. Alles
übrige ist eitel und unnütz."
Kung=Tse, der den alten Weisen so
aufgewühlt verließ, dass er drei Tage lang kein Wort sprach, berichtete später
seinen Schülern von dieser Begegnung: "Der Vogel fliegt, der Fisch schwimmt,
das Tier läuft - jedes auf seine Weise. Nun aber gibt es Drachen, von denen
niemand weiß, wie sie zum Himmel aufsteigen. Als ich mit Lao=Tsu sprach,
erkannte ich in ihm einen Drachen, der sich zu den höchsten Himmeln der Weisheit
erhebt." Was Lao=Tsu, der Mystiker und 'Drache' - in der chinesischen
Mythologie ist der Drache das Symbol göttlicher Weisheit - dem Philosophen
bedeutete, ist dies:
"Dein Weg ist der Weg der Menschen; mein Weg
ist der des Himmels. Ihn gehen heißt zum Frieden finden und zur Vollendung. Dein
Weg entspringt der Zeitlichkeit und endet in ihr. Mein Weg führt vom Zeitlosen
zum Ewigen: Zur Erfüllung des Sinns des Lebens. Dein Weg ist der Weg der
Geschäftigkeit. Mein Weg ist der Weg des Nicht-Tuns, bei dem nichts ungetan
bleibt: Der Weg der Stille und Ruhe, aus dem das rechte Bewegtsein
entspringt."
Kung=Tse verdankte der Berührung mit Lao=Tsu das
Wachwerden für das Geheimnis der Stille. Zweifellos datiert von da an die von
Tschuang=Tse erwähnte innere Wandlung des Philosophen, von der an sich seine
Lehren der Weisheit des Lao= Tsu merklich näherten, wenn er auch nicht die
Vollendung und Erkenntnishöhe des Erleuchteten erreichte. Denn Kung=Tse blieb
was er war - der aktive Morallehrer, der, an der Oberfläche haftend, das äußere
Leben zu erneuern trachtet -, während Lao=Tsu, der kontemplative Mystiker, in
die Tiefe und bis zum Kern vordringt. Darum weist er die Menschen zum
Wesentlichen, das ewig ist, und verhilft ihnen zum einzig möglichen und
nützlichen Gewinn in der Zeitlichkeit: Zum Selbst-Gewinn, mit dem auch das
All-Selbst gewonnen ist. Da der Mystiker zeitlos ist, ist auf die geschichtliche
Stellung und Bedeutung Lao=Tsu's hier nicht einzugehen. Der Weise lebt in seiner
Zeit und Welt; aber er wurzelt nicht in ihr, sondern im Ewigen. Seine Weisheit
leuchtet darum über alle Zeit hinweg als Wegweisung zum Wachwerden für die
Wirklichkeit und das Sein hinter allem Schein und Sinnentrug der Zeitlichkeit.
Es wundert nicht, dass Lao=Tsu nur einzelne Schüler und Nachfolger fand, während
Kung=Tse dreitausend Schüler zählte. Im Gegensatz zum Philosophen hatte Lao=Tsu
kein Verlangen eine Schule zu gründen und seine Erkenntnisse zu verbreiten. Er
antwortete nur, wenn er gefragt wurde und gab denen, die ihn darum baten von
seiner Weisheit; im übrigen aber schwieg er im Blick darauf, dass letztlich jeder
selbst - vom eigenen Selbst her - zur Wirklichkeit erwachen muss und dass dieses
Erwachen nicht von außen her bewirkt oder beschleunigt werden, sondern nur dort
gefördert werden kann, wo das Verlangen danach bereits entbrannt ist.
Trotz dieser Zurückhaltung wurde dem Mystiker auch nach seinem
Ausscheiden aus dem Staatsdienst die Ruhe und Abgeschiedenheit missgönnt, weshalb
sich Lao=Tsu einige Jahre nach dem Gespräch mit Kung=Tse zum Gang in die
Heimatlosigkeit entschloß. Es wird berichtet, dass er den Wanderstab nahm und
über die Grenze Honans nach Westen ging. Beim Überschreiten des Gebirgspasses
bat ihn der Kommandant der Grenzfeste, Jin=Hi, der zu Lao=Tsu's Schülern zählte
und seinen Lehrer durch die feierliche Überreichung einer Schale mit Tee
begrüßte und ehrte, der Weise möge ihm vor seinem Scheiden eine Darstellung des
Weges zur Vollendung überlassen. Lao=Tsu entsprach der Bitte und schrieb in der
Einsamkeit der Berge den Tao=Teh=King (Die Tugenden der Weisen) in
der ihm eigenen lapidaren Kürze in neun mal neun Sprüchen nieder. Er
übergab das Werk dem Freunde als sein Vermächtnis, um danach seine Reise
fortzusetzen und der Urheimat näher zu kommen, in die er zwischen dem 90) und
95) Lebensjahr zurückkehrte. "Niemand weiß, wo er geendet", sagt der
Geschichtsschreiber Si=Ma=Tsien ...
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  Lao =
Tsu

Der folgende
Text ist eine eigenständige Übertragung
des Tao Teh King von Laotse durch Regina Svoboda
Für die Übertragung wurde
die Übersetzung von Richard Wihelm, Ausgabe Jena 1921 genützt
© Regina Svoboda
Quelle:
http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?t=28230
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1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) 10) 11) 12) 13) 14) 15) 16) 17) 18) 19) 20) 21) 22) 23) 24) 25) 26) 27)
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Die Einheit Die Trennung Das
Benden der Trennung Der Ursprung Das Opfer Der
Eine Geist Die Ursache Die
Liebe Die Begrenzung Die Kraft des Einen Geistes Die Ordnung der Schöpfung und
der Lehre
Die Illusion Die Gnade Der Eine Die LEHRE der LEERE Die Verbundenheit Die
Wirkung Der Bund Das Volk Die Freiheit Der geheime Name Das
leere Gefäß Die Befreiung Die Leichtigkeit Die Größe Gottes Das
Kreuz Die Lehre
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28) 29) 30) 31) 32) 33) 34) 35) 36) 37) 38) 39) 40) 41) 42) 43) 44) 45) 46) 47) 48) 49) 50) 51) 52) 53) 54)
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Die Glieder Die Hingabe Die Herrschaft Das
Bewusste und das Unbewusste Der Kreis Das Außen und das Innen Die
Wirkung von Bewusst und Unbewusst Das verbindende Element Die
Anbindung an das Kreuz Die Selbstgestaltung der Schöpfung Das
Eintreten in die Schöpfung Die Materie Die Wahrheit Das Maß aller Dinge Individualität Die
Ausrichtung der Schöpfung Die Aus-Richtung zur Selbsterkenntnis Die
Ursache der Ausrichtung Die Auswirkung der Ausrichtung Die
wahre (zur Wahrheit führende) Ausrichtung Der Weg Der Wille
zur Verbundenheit Der Widersacher des Lebens Das Gebot der
Achtsamkeit Das
Fahrzeug Das Richtmaß Das Verfehlen der Ausrichtung
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55) 56 57) 58) 59) 60) 61) 62) 63) 64) 65) 66) 67) 68) 69) 70) 71) 72) 73) 74) 75) 76) 77) 78) 79) 80) 81)
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Die
unsichtbare Reife Das Bewusst_sein Das Gesetz Der Herr des Hauses Die
Allmacht Das Gleichgewicht
Der Verlust Die gute Nachricht Der
Widerstand
Die
Bestimmung (der Lehre) Das Wirken (der Lehre)
Die Dichotomie
(der Lehre) Das Vertrauen (in die Lehre) Das Ziel (der Lehre) Das (An-)Erkennen
(der Lehre) Worte (der Lehre) Die Katharsis/Das reine Gewand Die
Nächstenliebe Die Angst Das Überwinden der Angst Das Entsagen Die
Empfindsamkeit Die Auswirkung der Empfindsamkeit Die Wahrheit
der Erscheinungsform Die Einheit aller Erscheinungsformen
Die Genügsamkeit Die Befreiung (durch die
Lehre)
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Die Einheit
(1)
Die Empfindung,
die man empfindet,
ist nicht ewig.
Die Wahrnehmung,
die man wahrnimmt,
ist nicht von Dauer.
Der Name,
den man nennen kann,
ist nicht der ewige Name.
Erst JENSEITS des Wahrnehmbaren,
Empfindbaren,
Nennbaren
liegt der Ursprung der Welt.
Denn vor dem Anbeginn der Welt,
gibt es NICHTS,
das empfunden werden könnte.
Denn vor dem Anbeginn der Welt,
gibt es NICHTS,
das wahrgenommen werden könnte.
Denn vor dem Anbeginn der Welt,
gibt es NICHTS,
das genannt werden kann.
Jenseits des Anbeginns
liegt die Ursache der Schöpfung.
Jenseits aller Erscheinungsformen
liegt der Ursprung alles Erschaffenem.
Da alle Kräfte DORT Ihren Anfang nehmen,
führt der Weg in den EINEN Ursprung
zum Schauen der ursprünglichen Kräfte.
Mit dem Eintreten in den (eigenen) Ursprung,
wird das Wesen von Raum und Zeit (der Erfahrung) geschaut.
Beides hat EINE Ursache,
doch verschiedene Ausrichtungen.
Die EINHEIT VON BEIDEM
ist das große Geheimnis.
Dieses Geheimnis ist nicht ergründbar,
da es ohne Ursache ist.
Wäre das Geheimnis ergründbar,
offenbarte es sich auf diese Weise
nur als Urgrund eines noch größeren Geheimnisses.
Die letzte Ursache kennt keinen Verursacher,
denn sie ist selbst die Pforte der Offenbarwerdung aller Kräfte.

Die Trennung
(2)
Wenn etwas auf Erden schön genannt wird,
ist dadurch auch schon das Hässliche definiert.
Wenn jemand etwas als gut erkennt,
dann erkennt er mit dem, was gut ist,
auch dessen Gegenteil.
Sein und Nichtsein erzeugen einander auf diese Weise.
Die Trennung in gut und nicht gut,
schön und hässlich,
führt zur Erfahrung auf diese Weise.
Wo ein schwer, da ein leicht,
wo ein lang, da ein kurz,
wo ein hoch, da ein tief,
wo ein vorher, da ein nachher,
wo eine Stimme, da ein Ton.
Das ist das Wesen der Erfahrung.
Wo eine Wirkung, da eine Handlung.
Wo ein Handelnder, da ein Wirkung.
Das ist der Kreislauf der Erfahrung.
Auch der Berufene wirkt und handelt,
doch er verweilt nicht darin.
Auch der Berufene lehrt und spricht,
doch er verweilt nicht darin.
Keiner Erscheinungsform verweigert er sich, sobald sie sich zeigt.
Auf diese Weise erzeugt er, ohne zu besitzen,
auf diese Weise bewirkt er, ohne zu behalten.
Er verweilt nicht bei dem, was er erschaffen hat
und er verharrt nicht bei dem, was er bewirkt hat.
Auf diese Weise bleibt der Berufene nicht hinter seiner Berufung zurück.
Das Beenden der Trennung
(3)
Das,
was für einen selbst von Bedeutung ist,
nicht hervorzuheben
und dadurch das,
was für einen nicht von Bedeutung ist,
zurück zu weisen.
Den,
der für einen selbst von Bedeutung ist,
nicht zu bevorzugen
und dadurch den,
der für einen nicht von Bedeutung ist,
zurück zu weisen.
An etwas,
das für einen selbst von Bedeutung ist,
nicht festzuhalten,
sondern bereit zu sein das,
was für einen selbst von Bedeutung ist,
loszulassen.
An einem,
der für einen selbst von Bedeutung ist,
nicht anzuhaften,
sondern bereit zu sein den,
der für einen selbst von Bedeutung ist,
frei zu geben.
Solcher Art Denken und Handeln
beschützt der Menschen Herz vor Verwirrung,
der Menschen Gedanken vor Streit
und der Menschen Auge vor der Begierde.
Da der Berufene das Wesen und die Auswirkung der Trennung erkannt hat,
zähmt er so seine Gedanken, sein Auge und sein Herz.
Auf diese Weise bewirkt er,
dass der Menschen Herz sich durch Ihn nicht verwirrt
und sie aus Ihrer eigenen Kraft zu schöpfen lernen.
Auf diese Weise bewirkt er,
dass der Menschen Auge nicht weiter begehrt
und sie durch sich selbst stark werden.
Auf diese Weise bewirkt er,
dass der Menschen Gedanke sich bezähmt
und sie so nicht mehr hervorheben oder anhaften und danach handeln,
da sie zu erkennen beginnen,
was diese Art des Denkens und Handelns bewirkt.
Sie üben sich dann darin Ihr Herz zu zügeln,
da sie lernen aus Ihrer eigenen Kraft zu schöpfen.
Sie üben sich dann darin Ihre Begierde zu bezähmen,
da sie begehren, was in Ihnen selbst liegt.
Sie üben sich dann darin Ihre Gedanken zu bezähmen,
da sie nicht mehr hervorzuheben oder zu erniedrigen suchen,
was in Ihnen selbst ist.
So fügt sich alles in die Ihr innewohnende Ordnung ein.
Der Ursprung
(4)
Die Trennung umfasst
alles Bestehende, alles Erfahrbare und alles Existente.
Sie umfasst somit das, was das Materielle genannt wird ebenso,
wie das, was das Innmaterielle genannt wird.
Die Einheit ist daher niemals zur Gänze erfahrbar.
Weder durch das, was das Materielle genannt wird,
noch durch das, was das Innmaterielle genannt wird.
Ohne Gebärmutter ist der Ursprung
aller Erscheinungsformen,
der Urgrund der Trennung selbst.
Sie, die Quelle,
vermindert sich, sobald sie aus sich heraustritt.
Sie, die Gebärende,
opfert Ihren Glanz, indem sie gebärt.
Sie, die Erschaffende,
gibt sich selbst hin, sobald sie sich offenbart.
Niemals wird sie als das, was sie ist,
hervortreten,
niemals als das, was sie ist,
erfahren werden,
niemals als das, was sie ist,
gesehen werden.
Und doch ist sie wirklich!
Sie ist DAS EINZIGE, das WIRKLICH und WAHR ist(!).
Nichts gibt es, das sie begründet.
Nichts gibt es, von dem sie abhängt.
Nichts gibt es, das sie begrenzt.
Sie schreitet der Sichtbarwerdung Ihrer Schöpfung voran.
Auf diese Weise sind
die Quelle, die Schöpfung und der Höchste in Ewigkeit eins.
Das Opfer
(5)
Nicht Liebe nach Menschenart hat das Seiende.
Dem Seienden sind die Geschöpfe ein Opferbrand.
Nicht Liebe nach der Menschen Vorstellung hat der Berufene.
Er sieht in allen Geschöpfen das Opfer und den Opferbrand.
Das, was getrennt wurde,
erkennt er als einen Feuerofen.
Das Opfer, das hineingegeben wird, ist sein Blasbalg.
Das, was nicht geopfert wurde,
da es nicht getrennt wurde, verbrennt auch nicht
und das, was geopfert wurde,
da es getrennt wurde, wird darin verbrannt.
Das, was getrennt wurde, gleicht einer Flöte.
Nichts wird in sie hineingegeben und doch kommt Bewegung aus Ihr hervor.
Da nichts geopfert wurde, vermindert sie sich nicht,
da sie in sich leer ist, wird nichts in Ihr verbrannt.
Alle Worte erschöpfen sich
an der Beschreibung des niemals Geborenen.
Da das Innerste Sein niemals getrennt wurde,
ist es besser,
dies im Innersten selbst zu erfahren.
Der Eine Geist
(6)
Der EINE Geist,
der keiner Begründung unterliegt und doch alles begründet,
ist ewig.
Der EINE Geist,
der von niemanden abhängt und doch eine Bewegung definiert,
ist dauerhaft.
Der EINE Geist,
der keiner Begrenzung unterliegt und doch alles begrenzt,
ist unbewegt.
Der EINE Geist,
der nicht gesehen werden kann und doch alles in Erscheinung treten lässt,
bleibt ungesehen.
DER EINE GEIST,
das ist das ewig Weibliche,
da das Weibliche Ihn offenbart.
So ist er der Geburtskanal
von allem, das existiert.
So ist er die Wurzel
von allem, das heranwächst und vergeht.
Begründet wird er durch das, was da ist.
Unbegründet ist er durch das, was er ist.
Bewegt wird er durch seine Teile,
unbewegt ist er durch das, was er ist.
Gesehen wird er durch seine Teile,
ungesehen bleibt er durch das, was er ist.
NICHTS gibt es, das sich seinem Wirken entziehen kann.
Die Ursache
(7)
Das was die Ursache der Trennung
von Himmel und Erde ist,
ist ewig.
Das was der Himmel und die Erde ist,
unterliegt der Form und der Zeit.
Da die Ursache von dem,
was der Himmel ist,
nicht der Himmel ist,
ist die Ursache von dem,
was der Himmel ist,
ewig,
doch das,
was die Form und die Zeit des Himmels ist,
ist nicht ewig.
Da die Ursache von dem,
was die Erde ist,
nicht die Erde ist,
ist die Ursache von dem,
was die Erde ist,
ewig,
doch das,
was die Form und die Zeit der Erde ist,
ist nicht ewig.
Daher ist die Ursache des Lebens ewig,
da sie nicht in der Zeit
als Form in Erscheinung tritt.
Doch das Leben,
da es in der Zeit
als Form in Erscheinung tritt,
ist nicht ewig,
da es Form hat
und in Erscheinung tritt.
Alles was in Erscheinung tritt
begründet so sein Ende
DURCH SEINEN ANFANG.
Das was nicht in Erscheinung tritt
ist die Ursache der Erscheinung.
Sie liegt vor dem, was der Anfang ist
und hinter dem, was das Ende ist.
Die Ursache der Erscheinungsform ist somit EINS
mit dem Anfang und dem Ende Ihrer Erscheinungsform.
Daher liegt die Ursache jeder Erscheinungsform
in Ihrem Anfang und in Ihrem Ende verborgen.
So auch das Wirken des Berufenen:
Die Ursache seines Wirkens bleibt in seinem Anfang und in seinem Ende verborgen.
Er selbst unterliegt der Zeit,
doch die Ursache seines Wirkens ist zeitlos.
Er selbst unterliegt der Erscheinungsform,
doch die Ursache seiner Erscheinungsform ist ohne Form.
Auf diese Weise wird sein Wirken
in jeder Erscheinungsform und Zeit wiedererkannt.
Da er in die Ursache seines eigenen Anfanges
und seines eigenen Endes eingetreten ist,
vermag er dies zu bewirken.
Die Liebe
(8)
Die höchste Liebe/Güte ist wie Wasser,
da sie sich über alle Wesen ausgießt.
Sie gießt sich (selbst) aus
ohne zu bemessen,
ohne zu bewerten,
ohne zu richten.
Sie gießt sich (selbst) aus über die Gemiedenen und die Bevorzugten.
Sie gießt sich (selbst) aus über die Erniedrigten und die Erhöhten.
Sie gießt sich (selbst) aus über die Verurteilten und die Verehrten.
Die höchste Liebe/Güte meidet nichts,
sonst wäre sie nicht das, was sie ist.
Die höchste Liebe/Güte erniedrigt nichts,
sonst wäre sie nicht das, was sie ist.
Die höchste Liebe/Güte richtet nicht,
sonst wäre sie nicht das, was sie ist.
Die höchste Liebe/Güte kennt keine Begründung und keinen Boden (Ursache),
da sie selbst die Pforte der Offenbarwerdung aller Kräfte ist.
Wirkt die Liebe in und auf ein Geschöpf,
zeigt sie sich durch Raum und Zeit begrenzt.
Wirkt die Liebe in und auf das Denken,
zeigt sie sich in der Tiefe der Gedanken.
Wirkt die Liebe in und auf das Geben,
zeigt sie sich in Ihrer Erscheinungsform.
Wirkt die Liebe in und auf die Rede,
zeigt sie sich als Wahrheit in der Rede.
Wirkt die Liebe in und auf die Bewegung,
zeigt sie sich als ordnendes Prinzip.
Wirkt die Liebe durch sich selbst,
zeigt sie sich in Ihrem Glanz.
Wirkt die Liebe in und auf die Ordnung,
offenbart sie sich als Verursacher.
Wird sie in einer dieser Wirkungen als Gabe gefordert,
wirkt sie in sich begrenzend.
Wird sie in keiner dieser Wirkungen als Gabe gefordert,
ist sie ohne Begrenzung.
Die Begrenzung
(9)
Alles was gefüllt werden kann,
hat seine Begrenzung durch das,
was es zu fassen vermag.
Wenn die Grenze des zu Füllenden erreicht ist,
kann nichts mehr hinzugegeben werden.
Etwas das von Nutzen ist,
hat seine Begrenzung durch das,
wofür es von Nutzen ist.
Dort, wo es nicht mehr von Nutzen ist,
da seine Zeit vorüber ist,
kann es nicht mehr dienen.
Reichtum dient nur dem, der Ihn erkennt.
Für den, der Ihn nicht erkennt,
ist er nicht von Nutzen.
Das Gefäß, das nicht mehr gefüllt werden kann,
weil nichts mehr hinzugegeben werden kann,
zeigt IN SICH seine Begrenzung.
Der Sinn, der nicht mehr dienen kann,
da die Zeit seines Nutzens vorüber ist,
zeigt IN SICH seine Begrenzung.
Der Reichtum, der nicht gesehen werden kann,
da er nicht wahrgenommen werden kann,
zeigt IN SICH seine Begrenzung.
So wird die Fülle begrenzt durch das Gefäß.
So wird der Sinn begrenzt durch die Zeit.
So wird der Reichtum begrenzt durch den, der Ihn erkennt.
Das Gefäß beschränkt die Fülle
und bewirkt, dass die Fülle endet.
Die Zeit beschränkt den Sinn
und bewirkt, dass der Sinn endet.
Der Suchende beschränkt den Reichtum
und bewirkt, dass der Reichtum
sich nicht offenbaren kann.
Die Kraft des EINEN Geistes
(10)
Wer durch die Kraft
des in sich heilen Geistes,
die Einheit von allem als Wirklichkeit erfährt,
der wird die Trennung
aller Erscheinungsformen
durch den eigenen Geist vermeiden.
Wer durch die Kraft
des in sich heilen Geistes
zum Ursprung (in sich selbst) zurückkehrt,
der wird im Außen erscheinen
wie ein Kind.
Wer mit der Hilfe
des in sich heilen Geistes
in das Wesen aller Erscheinungsformen eintaucht,
der wird durch die Illusion der Trennung
nicht mehr zu täuschen sein.
Der eine Geist,
der über allem ist und in Allen ist,
kann nur über allem sein und in Allen sein,
da er sich niemals geteilt hat,
und von keiner Erscheinung jemals getrennt wurde.
Daher ist der EINE GEIST,
das EINE Bewusstsein
IN ALLEM.
Daher ist der EINE GEIST,
das EINE Bewusstsein
MIT ALLEN.
Daher kann der EINE GEIST,
das EINE Bewusstsein,
da es niemals geteilt wurde,
ALLES DURCH SICH SELBST
verbinden.
AUF DIESE WEISE WIRKT
DIE EINE QUELLE
MIT, IN UND DURCH DEN HEILEN GEIST,
DAS EINE BEWUSSTSEIN,
da der EINE GEIST
niemals von DEM EINEN getrennt wurde,
das die Quelle ist.
Durch DIESE EINHEIT
des EINEN und des EINEN GEISTES
DER ÜBER ALLEM IST,
IN ALLEN IST,
und ALLES DURCH SICH SELBST VERBINDET,
wirkt der EINE
IN ALLEM, MIT ALLEN UND DURCH ALLES,
ohne selbst zu handeln
oder in Erscheinung zu treten.
Wenn der Eine aus sich selbst heraustritt,
mag dieser Eine, wohl gebend sein.
Wenn der Eine in sich selbst zurückkehrt,
mag dieser Eine, wohl empfangend sein.
Doch wer mit klarer Sicht auf diesen Vorgang
des Gebens und Empfangens blickt,
der sieht sie als Erscheinungsform der Trennung.
Auf diese Weise ist DER EINE,
durch das was er ist,
alles erschaffend, ohne selbst zu erschaffen.
Auf diese Weise ist DER EINE,
durch das was er ist,
alles empfangend, ohne selbst zu empfangen.
Auf diese Weise ist DER EINE,
durch das was er ist,
alles ernährend, ohne selbst zu ernähren.
Auf diese Weise ist DER EINE,
durch das was er ist,
in allem wirksam, ohne selbst zu wirken.
Auf diese Weise ist DER EINE,
durch das was er ist,
alles verbindend, ohne selbst zu binden.
Auf diese Weise ist DER EINE,
durch das was er ist,
über allem, ohne selbst zu herrschen.
Die Ordnung der Schöpfung und der Lehre
(11)
Die Dreiheit
in der Ordnung und der Lehre
entsteht durch die Teilung des Einen,
dem unterschiedlichen Ausrichten seiner Anteile
und dem erneuten Verbinden von dem,
was getrennt wurde.
So gleicht die Ordnung und die Lehre einem Rad,
da diese Anteile sich unterschiedlich ausrichten,
um sich erneut als Kreuz in einem Kreis zu binden.
Verzehnfacht
kann die Ordnung und die Lehre
so in Erscheinung treten
und doch bleibt sie
in Ihrer Mitte leer.
Die Ausrichtung Ihrer (An)Teile
zu einer gemeinsamen Mitte hin,
die leer ist,
bestimmen die Brauchbarkeit
der Ordnung und der Lehre.
Doch auch die Leere zwischen den (An)Teilen,
durch Ihre unterschiedliche Ausrichtung,
bestimmen die Brauchbarkeit
der Ordnung und der Lehre.
Bewahrt die Ordnung und die Lehre
die Leere nicht
IN SICH und ZWISCHEN SICH,
zerbricht die Ordnung und die Lehre.
(Die Ordnung und die Lehre zeigen sich so als Rad, als Gefäß und als Haus.)
(I)
Durch die Ausrichtung des Rades,
zu einer gemeinsamen Mitte hin,
die in sich LEER ist,
gewinnt das Rad seine Festigkeit.
Doch auch die Leere IM RAD,
durch seine Anteile,
da sie sich gegensätzlich ausrichten und so getrennt erscheinen,
bestimmen die Festigkeit des Rades.
Aus dem, wo das Rad NICHT IST,
gewinnt das Rad seine Brauchbarkeit.
Durch die Leere des Rades
IN SICH und ZWISCHEN SICH
und die gegensätzliche Ausrichtungen seiner (An)Teile,
zu einer gemeinsamen Mitte hin,
die in sich leer ist,
gewinnt das Rad seine Festigkeit.
Bewahrt das Rad die Leere nicht IN SICH und ZWISCHEN SICH,
vermag das Rad keine Last zu tragen.
(II)
Wenn man ein Gefäß formt, kann man dies nur tun,
wenn man den Lehm zu einer gemeinsamen Mitte hin ausrichtet,
die in sich LEER ist.
Durch die Ausrichtung des Lehmes
zu einer gemeinsamen Mitte hin,
die in sich LEER ist,
gewinnt der Lehm seine Brauchbarkeit.
Doch auch die Leere IM Lehm, als Öffnungen,
bestimmen die Brauchbarkeit des Gefäßes.
Aus dem, wo der Lehm NICHT IST,
gewinnt der Lehm seine Brauchbarkeit.
Bewahrt das Gefäß die Leere nicht
IN SICH und ZWISCHEN SICH,
kann das Gefäß nicht gebraucht werden.
(III)
Wenn man ein Haus baut, kann man dies nur tun,
wenn man die Bausteine zu einer gemeinsamen Mitte hin ausrichtet,
die in sich LEER ist.
Durch die Ausrichtung der Bausteine
zu einer gemeinsamen Mitte hin,
die in sich LEER ist,
gewinnt das Haus seine Brauchbarkeit.
Doch auch die Leere zwischen den Bausteinen,
zu Öffnungen, wie Türen oder Fenster,
bestimmen die Brauchbarkeit des Hauses.
Aus dem, wo die Bausteine NICHT SIND,
gewinnt das Haus seine Brauchbarkeit.
Bewahrt das Haus die Leere nicht IN SICH und ZWISCHEN SICH,
kann das Haus nicht bewohnt werden.
Das was IST/genannt werden kann,
erhält seine Brauchbarkeit,
in dem es sich nach dem,
was nicht ist/nicht genannt werden kann,
ausrichtet.
Das was IST/genannt werden kann,
verliert es seine Brauchbarkeit,
wenn es sich nicht nach dem,
was nicht ist/nicht genannt werden kann,
ausrichtet.
Das was NICHT ist, NICHT genannt werden kann,
erhält seine Brauchbarkeit,
indem sich das,
was ist, genannt werden kann.
nach Ihm ausrichtet.
Die Illusion
(12)
So wie die Farben bewirken,
dass das eine Licht,
das in allen Farben ist,
nicht als das eine Licht gesehen werden kann,
so bewirkt die Trennung des einen Lichtes
in seine Farben,
dass das Auge blind ist,
für das eine Licht, das in allen Farben ist.
So wie die Laute bewirken,
dass der eine Ton,
der in allen Lauten ist,
nicht als ein Ton gehört werden kann,
so bewirkt die Trennung des einen Tones
in seine Laute,
dass das Ohr des Menschen taub ist,
für den einen Ton, der in allen Lauten ist.
So wie die vielen Arten des Geschmackes bewirken,
dass das EINE, das von der Zunge berührt wird,
nicht als EINES geschmeckt werden kann,
so bewirkt die Trennung des Einen,
das von der Zunge berührt wird,
durch die vielen Arten, wie es geschmeckt werden kann,
dass die Zunge geschmacklos ist,
für das Eine, dass sie berührt
obgleich es alle Arten, es zu schmecken, hervorbringt.
Nur das IN SICH GETRENNTE
kann von den Sinnen aufgenommen werden.
Dieses bewirkt,
dass das Eine, das IN ALLEM ist,
nicht mit den Sinnen aufgenommen werden kann.
Die Einheit von Allen und in allem
wird mit der Auftrennung
durch die Sinne
unsichtbar für den,
der es durch die Sinne zu erfassen sucht.
Durch die Wahrnehmung des Einen
mit den Sinnen
und die Teilung des Einen
durch die Sinne,
folgt der Mensch der Illusion der Trennung.
Auf diese Weise wird er von seinen Sinnen verführt.
Das, was nur unvollständig erfasst werden kann,
da es nur unvollständig wahrgenommen werden kann,
verwirrt den Menschen und leitet Ihn fehl.
Das ist für den Berufenen nicht anders,
doch der Berufene weiß das!
Daher lässt der Berufene sich nicht durch seine Sinne verwirren.
Stets dient er dem Einen,
das die Sinne ernährt,
und nicht dem,
was die Sinne von dem Einen hervorbringen.
Auf diese Weise durchbricht er den Kreislauf der Wandlung.
Was immer die Sinne Ihm an Botschaft über den Einen bringen,
der Berufene achtet nicht darauf.
Er achtet nicht den Boten (die Sinne)
und er sieht nicht auf die Botschaft (die Wahrnehmung),
da Ihr Wesen die Trennung ist,
sondern einzig auf den Einen,
der die Botschaft versendet
und auf das Eine,
das die Botschaft durch diese Sinne ernährt.
So folgt er der Ursache
und nicht der Schöpfung.
So sieht er die Quelle
und nicht das Wasser,
obgleich es sich zeigt.
Auf diese Weise öffnet sich Ihm
der Prozess der Wandlung
und der Ursprung der Wandlung
wird Ihm offenbar.
Nicht lässt er sich durch seine Sinne verwirren.
Weder leitet Ihn der Bote,
noch die Botschaft,
sondern einzig der EINE,
der die Botschaft aussendet
und das EINE,
das die Botschaft in Ihm ernährt.
Die Gnade
(13)
Die Gnade erscheint durch die Illusion vermindert.
Das ist die Beschreibung der Auswirkung der Illusion
auf die Gnade.
Die Illusion wird in Ihrer Auswirkung durch die Gnade gemindert.
Das ist die Beschreibung der Auswirkung der Gnade
auf die Illusion.
Die Person erschrickt, den sie erscheint vermindert.
Was heißt das:
"Die Illusion wird in Ihrer Auswirkung durch die Gnade gemindert"?
Die Gnade rückt die Person an die richtige Stelle.
Man kann Gnade nicht durch seine eigene Person erwerben.
Man bekommt sie geschenkt
und ist über die Größe des Geschenkes erschrocken.
Man kann Gnade nicht durch seine eigene Person erwerben.
Man verliert sie
und ist über die Größe des Verlustes erschrocken.
Ehre, Ruhm, Glanz, Macht erscheinen durch die Illusion vergrößert.
Das ist die Beschreibung der Auswirkung der Illusion auf
Ehre, Ruhm, Glanz und Macht.
Die Illusion wird in Ihrer Auswirkung
durch Ehre, Ruhm, Glanz und Macht vergrößert.
Das ist die Beschreibung der Auswirkung
von Ehre, Ruhm, Glanz und Macht auf die Person.
Daher sind sie in Ihrer Wirkung auf die Person ein großes Übel.
Die Person ist erfreut, denn sie erscheint vergrößert.
Was heißt das:
„Ehre, Ruhm, Glanz und Macht sind durch Ihre Auswirkung auf die Person
ein großes Übel“?
Ehre, Ruhm, Glanz und Macht rücken die Person an die falsche Stelle.
Man bekommt sie durch die Wirkung der eigenen Person.
Die Auswirkung ist die Stärkung der eigenen Person.
Sie rücken die Person an die falsche Stelle.
Man verliert sie durch die Wirkung der eigenen Person.
Die Auswirkung ist der Verlust der eigenen Person.
Sie rücken die Person an die falsche Stelle.
Darum: Wer diese Welt der Liebe wegen liebt,
dem kann man die Welt wohl anvertrauen.
Wer diese Welt um der Welt Willen liebt,
dem kann man die Welt wohl übergeben.
Wer als Person der Welt Verehrung anstrebt,
dem sollte man die Welt nicht anvertrauen.
Wer diese Welt um seiner Selbst willen liebt,
dem sollte man die Welt nicht übergeben.
Der Eine
(14)
Man schaut Ihn nicht,
doch in allem,
was geschaut werden kann,
ist er in gleichem Masse enthalten,
obgleich er so nur anteilig gesehen werden.
Man hört Ihn nicht,
doch in allem,
was gehört werden kann,
ist er in gleichem Maße enthalten,
obgleich er so nur anteilig gehört werden kann.
Man erfasst Ihn nicht,
doch in allem,
was erfasst werden kann,
ist er in gleichem Masse enthalten,
obgleich er so nur anteilig erfasst werden kann.
Er ist,
als der Geschaute,
untrennbar verbunden
mit dem,
der Ihn schaut.
Er ist,
als der Gehörte,
untrennbar verbunden
mit dem,
der Ihn hört.
Er ist,
als der Ergriffene,
untrennbar verbunden
mit dem,
der Ihn ergreift.
EINHEIT UND TRENNUNG
liegen dabei in dem Geschauten
und dem,
der Ihn erblickt.
EINHEIT UND TRENNUNG
liegen dabei in dem Gehörten
und dem, der Ihn hört.
EINHEIT UND TRENNUNG
liegen dabei in dem Ergriffenem
und dem, der Ihn ergreift.
So liegen
die EINHEIT und die TRENNUNG
der Erfahrung des EINEN
im EINZELNEN.
Und es gibt keinen ZWEITEN
der diese EINHEIT
zu schauen, zu hören oder zu erfassen wüsste.
Stets ist es
der EINZELNE,
der durch
den EINEN
erfasst, angesprochen oder ergriffen wird.
Für keinen Zweiten
kann diese Art
des Schauens, Hörens oder Ergreifens
ein zweites Mal geschehen.
Daher wird das Schauen des EINEN
durch einen Zweiten nicht gesehen.
Daher wird das Hören des EINEN
durch einen Zweiten nicht gehört.
Daher wird das Ergriffen werden durch den EINEN
von einen Zweiten nicht erkannt.
Das Erfasst, Angesprochen und Ergriffen werden durch den EINEN,
wird in der Einheit mit dem Einen,
nicht mehr in Schauen, Hören oder Ergreifen getrennt.
Für den, der den EINEN
schaut, hört und ergreift,
ist es
EINE EINZIGE ERFAHRUNG
Aber auch das Schauen und das Erfasst werden,
das Sprechen und das Hören,
das Ergreifen und Ergriffen werden
ist
EINE EINZIGE ERFAHRUNG.
Die EINHEIT mit dem EINEN
bringt die EINHEIT von ALLEM
zurück ins Licht des Bewusstseins.
So wie die Ursache des Bildes
nicht im Bild zu finden ist,
und das Sehen des Bildes
immer geringer wird,
je näher man Ihm kommt,
so wird auch das Sehen des Einen immer geringer,
je näher man Ihm kommt.
So wie die Ursache der Bewegung
nicht in der Bewegung zu finden ist,
und die Bewegung selbst
immer geringer wird,
je näher man Ihr kommt,
so wird auch das Hören des Einen immer geringer,
je näher man Ihm kommt.
So wie die Quelle
nicht im Wasser zu finden ist,
und das Wasser immer geringer wird,
je näher man Ihr kommt,
so wird auch das Ergreifen des Einen immer geringer,
je näher man Ihm kommt.
So ist er die Quelle,
aber nicht das Wasser.
So ist er der Beweggrund,
aber nicht die Bewegung.
So ist er der Ursprung,
aber nicht das Bild.
Wer sich Ihm zuwendet,
vor dem verbirgt er sein Antlitz.
Was durch Ihn bewegt wird,
erscheint bewegungslos.
Wer in der Quelle ist,
der trinkt kein Wasser.
Folgt der Wanderer dem Pfad der Wandlung
vom Wasser zur Quelle,
von der Bewegung zum Ursprung,
und von der Erscheinungsform zur Leere,
findet er die Ordnung,
die Schöpfung und Schöpfer,
Erscheinungsform und Leere,
Ende und Anfang,
miteinander verbindet.
Die LEHRE der LEERE
(15)
Die Lehre ist verborgen,
denn nur im Verborgenen ist sie EINS mit dem Unsichtbaren.
Tief ist der EINE,
zu tief, um offenbart zu werden.
Groß ist der EINE,
zu groß um in Erscheinung zu treten.
Klar ist der EINE,
zu klar um gesehen zu werden.
So bleibt die Vollkommenheit der Lehre und des Einen unoffenbart
und die Offenbarung des Einen und der Lehre unvollkommen.
Wie soll etwas in Erscheinung treten,
wenn es nicht offenbart werden kann?
Schwierig ist dieses Unterfangen!
So wie einer, der einen gefrorenen Fluss überschreitet.
Er überschreitet Ihn,
aber IN WAHRHEIT durchschreitet er das Wasser des Flusses nicht.
Unsichtbar ist dieses Unterfangen!
So wie einer, der vor seinen Nachbarn im Verborgenen lebt.
Er lebt unter Ihnen und doch bleibt er Ihnen verborgen,
denn niemals ist er zu sehen, sobald sie vor die Tür treten.
Fremd ist dieses Unterfangen!
So wie ein Gast, der im Haus ist.
Er ist im gleichen Haus zugegen,
doch bewohnt er es nicht.
Unwirklich ist dieses Unterfangen!
So wie Stoff, der getragen werden soll, ohne zu bekleiden.
Sobald es getragen wird, ist er Bekleidung
und bekleidet er nicht, kann er nicht getragen werden.
Einer, der selbst bewegt ist,
kann keine Einheit erschaffen.
Der Unerschaffene ist unbewegt.
Ohne Bewegung
kann nichts in Erscheinung treten.
Das Erschaffene ist durch sich selbst bewegt.
Einer, der in sich selbst zurück kehrt,
sehnt sich nicht nach Bewegung.
Weder wünscht er zu bewegen
noch selbst bewegt zu werden.
Daher kommt er zur Ruhe
in der Einheit mit dem Einen.
Einer, der in sich selbst zurück kehrt,
wünscht nicht zu trennen.
Weder wünscht er zu trennen
noch selbst getrennt zu werden.
Daher kehr er zurück
in die Einheit mit dem Einen.
Auf diese Weise erlangt alles Erschaffene zu seiner Vollendung.
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Die Verbundenheit
(16). Das eine, das allen Wesen eigen ist, doch selbst kein
Wesenhaftes hat.
Das eine, das durch alle Wesen bewegt wird, doch selbst sich
nicht bewegt.
Dieses Eine war nie selbst und ist selbst in allen Wesen.
Dieses Eine war nie hervorgetreten und tritt hervor durch
alle Wesen.
Sie alle entstehen durch dieses Eine.
Sie alle kehren zurück durch dieses Eine.
Dieses Eine ist es, das alle verbindet, die daraus hervortreten,
da jedes der Hervorgetretenen darin verwurzelt bleibt, wie die
Pflanze verwurzelt bleibt, gleich ob sie hervortritt oder erblüht
oder vergeht.
Gleich der Wurzel strebt dieses Eine nicht an hervorzutreten,
zu erblühen oder zu vergehen.
Gleich der Wurzel ist dieses Eine der Anfang und das Ende
jeder Bestimmung.
Der, der weiß, da er durch dieses Eine hervorgetreten ist
und durch dieses Eine zurückkehrt, ist sehend.
Der, der nicht weiß, da er durch dieses eine hervorgetreten
ist und durch dieses eine zurückkehrt, ist blind.
Der, der sieht, begibt sich nicht in Gefahr.
Dem, der blind ist, folgt die Gefahr.
So versteht es der Sehende, die Zeit der Wandlung im rechten
Maße zu nutzen.
So versteht es der Sehende, die Kraft in der Wandlung im
rechten Maße zu beherrschen.
So versteht es der Sehende, dem Urgrund zu dienen.
So versteht es der Sehende, sich in die Ordnung des Einen
einzufügen.
Ist die Ordnung eins mit dem Einen, bleibt das Hervortreten,
Erblühen und Zurückkehren für alle Wesen im rechten Maß der
Zeit, im förderlichen Maß der Kraft und in höchstem Maße ohne
Gefahr.
Ist die Ordnung uneins und gegen das Eine, bleibt für das
Hervortreten, Erblühen und Zurückkehren aller Wesen ein schwindendes
Maß an Zeit, verringert sich das Maß der Kraft in allen Wesen
und die Wandlung selbst ist in höchster Gefahr.
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Die Wirkung
(17)
Herrscht einer, der wahrlich GROSS ist, so wird er nicht
(selbst) gesehen.
Trotzdem ist sein Wirken überall Gegenwart.
Herrscht einer, der NICHT wahrlich groß ist, so wird er überall
gesehen werden.
Da er in seiner Person wirkt, wirkt er niemals überall zur
gleichen Zeit.
Einer, der NICHT groß ist, wird herrschen, indem er (selbst)
bevorzugt oder erniedrigt.
Indem er (selbst) fürchtet oder begehrt.
Indem er (selbst) schätzt oder missachtet.
Herrscht einer, der wahrlich GROSS ist, wird man Ihm vertrauen.
Man vertraut Ihm, da er selbst weder bevorzugt noch erniedrigt,
da er selbst weder fürchtet noch begehrt, da er selbst nichts
schätzt oder missachtet.
Herrscht einer der NICHT wahrlich groß ist, so wird man Ihm
mißtrauen.
Man misstraut Ihm, da er selbst bevorzugt oder erniedrigt,
da er selbst fürchtet oder begehrt, da er selbst das eine
schätzt und das andere missachtet.
Herrscht einer der wahrlich GROSS ist, wird selten ein WORT
von diesem gehört werden,
aber jedes WORT, das von DIESEM kommt, wird vollbracht und
das Volk wird sagen:
Es ist UNSER EIGENES WORT, darum haben wir es vollbracht!
Herrscht einer, der NICHT wahrlich groß ist, werden viele
Worte von diesem gehört werden,
aber NICHT jedes Wort, das von Ihm kommt, wird vollbracht
und das Volk wird sagen:
Es ist SEIN WORT, darum haben wir es vollbracht!
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Der Bund
(18)
Sittlichkeit wird gefordert, wo die Verbundenheit fehlt,
denn wo keine Verbundenheit ist, da herrscht Maßlosigkeit.
Klugheit und Kenntnisse kommen auf, wo die Verbundenheit
fehlt,
denn wo die Verbundenheit vergessen wird, herrscht die Lüge.
Die Pflichten im Kind und der Liebe werden gefordert, da
die Verbundenheit fehlt.
Wo die Verbundenheit fehlt, herrscht die Forderung nach Bündnissen
vor
und nach jenen, die diesen Bündnissen dienen.
Wahre Mäßigung benötigt keine Moral oder Sittlichkeit, sie
benötigt einzig das Wissen um die Verbundenheit.
Wahre Einsicht benötigt keine Kenntnisse oder Gelehrtheit,
sie benötigt einzig das Wissen um die Verbundenheit.
Wahre Liebe benötigt keine Verpflichtung, sie benötigt einzig
das Wissen um die Verbundenheit.
So aber ersetzen die Diener der Maßlosigkeit die Verbundenheit
durch Sittlichkeit.
So aber ersetzen die Diener der Lüge die Verbundenheit durch
Klugheit und Kenntnisse.
So aber ersetzen die Diener der Bündnisse die Verbundenheit
durch Pflicht.
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Das Volk
(19) Ein Volk, das weiß, woraus es hervorgegangen ist und worin
es eingeht, benötigt keine Vorschriften,
denn das Wissen darüber kommt aus dem Wissen um die Verbundenheit.
Ein Volk, das weiß, woraus es hervorgegangen ist und worin
es eingeht, benötigt keine Kenntnisse,
denn das Wissen darüber, kommt aus dem Wissen um die Verbundenheit.
Ein Volk, das weiß, woraus es hervorgegangen ist und worin
es eingeht, benötigt keine Richter,
denn das Wissen über Wirkung und Konsequenz, kommt aus dem
Wissen um die Verbundenheit.
Ein Volk aber, das im Nichtwissen lebt, ist in Verwirrung.
Denn Vorschriften der Moral ersetzt dem Volk nicht das Wissen
um die Verbundenheit.
Kenntnisse von Gelehrten ersetzen dem Volk nicht das Wissen
um die Verbundenheit.
Gesetze und Verpflichtungen ersetzen dem Volk nicht das Wissen
um die Verbundenheit.
Die Kenntnisse, denen kein Wissen um die Verbundenheit eigen
ist, verfälschen das Offensichtliche/Einfache, bekämpfen das
Natürliche und vergrößern den Zwang im Einzelnen.
Nur das Wissen um die Verbundenheit, den Ursprung und die
Vollendung, gibt dem Volk Halt, Sinn und Richtung.
Dieses Wissen um die Verbundenheit offenbart sich in Einfachheit,
Natürlichkeit und Zwanglosigkeit.
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Die Freiheit
(20) Wer nicht der Gelehrsamkeit folgt, sondern der Verbundenheit,
die er in sich empfindet, erlangt Freiheit.
Wer nicht zustimmt, dem zu Gehorchen, der Gehorsamkeit fordert,
sondern dem zustimmt, dem er selbst gehorchen will, erlangt
Freiheit.
Wer so nicht urteilt gemäß dem, das als richtig gilt oder
gemäß dem, das als unrichtig gilt, sondern einzig gemäß dem,
was er als richtig oder unrichtig empfindet, erlangt Freiheit.
Der Weg zur Freiheit bedeutet aber NICHT zu missachten,
was von anderen als Wissen geachtet wird!
Der Weg in die Freiheit aber bedeutet NICHT zu verurteilen,
was von anderen als richtig empfunden wird!
Der (eigene) Weg in die Freiheit bedeutet AUCH das Wissen
im anderen anzuerkennen, das von diesem selbst als Wissen geachtet
wird.
Der (eigene) Weg in die Freiheit bedeutet AUCH die Empfindung
im anderen anzuerkennen, die dieser als richtig einschätzt.
Erkenne an, wenn andere nicht in die Mitte der Dinge gehen!
Erkenne nicht an, wenn andere Dich davon abhalten wollen
in die Mitte der Dinge zu gehen!
Die Menschen, die nicht in Ihre Mitte gehen, suchen und finden
Ihre Freude und Feste außerhalb Ihrer selbst.
Die Menschen, die in Ihre Mitte gehen, finden Freude und
Glanz in sich.
Die einen gleichen der Bewegung im Frühjahr, wenn alles aus
sich herausgeht,
die anderen der Bewegung im Herbst, wenn alles in sich zurückkehrt.
So zögert der Frühling nicht zu handeln, doch der, der zurückkehrt,
ist wie der Herbst, und zögert zu handeln.
Der, der zurückkehrt, ist wie das Kind, das noch nicht lachen
kann, denn der Weg in die Freiheit bringt Schmerz im Anfang
und Freude am Schluss.
Der, der aus sich herausgeht, erlangt Freude im Anfang und
Schmerz am Schluss.
So bringt der Weg in die Freiheit kein Glücksgefühl, wenn
er begonnen wird, denn er bringt keine Erfüllung im Handeln
und offenbart kein Ziel, so wie beim Herausgehen.
Der Wanderer in die Freiheit bleibt in der Welt unerfüllt.
Der Wanderer in die Freiheit bleibt in der Welt heimatlos.
Der Wanderer in die Freiheit bleibt in sich.
Mitten in der Welt, die eine Welt des Hervortretens ist,
fühlt er sich von der Welt verlassen.
Er empfindet sich so als Tor, der seine Torheit nicht zu
ändern vermag.
Denn er gleicht nun der Frucht, deren Zeit zu vergehen gekommen
ist und er sieht auf die Knospen, die vor Ihm erblühen.
Doch er begehrt nicht zu erblühen, da seine Zeit zu erblühen,
gegangen ist.
So erschaffen die einen noch Ordnung, doch er selbst löst
diese Ordnung in sich auf.
Die Menschen, die hervortreten, erscheinen so hell und leicht
und lachend, wie die Blüte.
Der Mensch, der in sich zurückkehrt, erscheint so dunkel
und schwer und schweigsam, wie die vergehende Frucht.
Er bleibt unerfüllt, wo anderen einmünden,
umhergetrieben, wo anderen ausruhen,
tatenlos, wo anderen streben.
Man mag Ihn für einen Taugenichts halten, da er einzig dem
Urgrund dient, aus dem er hervorgetreten ist.
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Der geheime Name
(21) Die Bewegung der Schöpfung ist EINS mit dem Wort, dem
verborgenen Wort Gottes, im Hervortreten der Schöpfung.
Leben, Ordnung und Augenblickspunkt jeder Schöpfung sind
so durch den verborgenen Namen des Einen miteinander verbunden.
Der verborgene Name ist im Augenblickspunkt der Schöpfung,
obgleich er in der Schöpfung niemals hervorgetreten ist.
Der verborgene Name ist EINS mit der Ordnung der Schöpfung,
obgleich er in der Schöpfung niemals gesehen worden ist.
Der verborgene Name ist in jedem Ding, dessen Namen genannt
werden kann, obgleich keines von diesen jemals SEINEN NAMEN
trägt.
Der verborgene Name ist EINS mit der Ursache jeder Erscheinung.
Die vielen Ursachen jeder Erscheinung verbergen den EINEN
Namen.
Auf diese Weise verbirgt die Schöpfung den geheimen Namen.
Der Name kann bewusst werden, doch wird er dabei selbst nicht
gesehen.
Der Name kann bewusst werden, doch wird er dabei selbst nicht
genannt.
Der Name kann bewusst werden, doch weder tritt der Suchende
in den Namen ein, noch erfüllt sich der Name in dem, der sucht.
Durch das was geschaut und genannt werden kann, weil es hervortritt,
entsteht der Glaube.
Solange da ETWAS ist, das geschaut werden kann oder ETWAS
ist, das genannt werden kann, weil es hervortritt,
wird da ein Glaube sein über das, was geschaut wird und das,
was hervortritt.
Ohne den verborgenen Namen gäbe es keinen Glauben darüber,
doch durch die Bewusstwerdung des verborgenen Namens entsteht
kein Glaube.
Wird der verborgene Name des Einen bewusst, weiß jener,
der bewusst wird, um das, was sich hinter dem Glauben verbirgt.
Wird der verborgenen Name des Einen bewusst, weiß jener,
der bewusst wird, um die Wahrheit im Hervortreten aller Dinge.
Woher weiß jener, der bewusst wird, um die Wahrheit in der
Schöpfung?
Eben durch Ihn, den Einen, dessen Name durch die Schöpfung
verborgen bleibt.
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Das leere Gefäß
(22) Von dem Einen, der ALLES ist und IN ALLEM ist, wird das
Ganze nicht getrennt werden.
Es wird zusammengefügt werden und in sich heil.
Von dem Einen, der ALLES ist und IN ALLEM ist, wird das Geradlinige/Klare
nicht gekrümmt werden.
Es wird gerade gerichtet werden und in sich klar.
Von dem Einen, der ALLES ist und IN ALLEM ist, wird das Gefäß
nicht geleert werden.
Es wird gefüllt werden und in sich voll.
Von dem Einen, der ALLES ist und IN ALLEM ist, wird das Vergangene
erneuert werden.
Es wird so erneuert werden, da es nie wieder alt wird.
Von dem Einen, der ALLES ist und IN ALLEM ist, wird der Mangelhafte/das
Fehlende ergänzt werden.
Es wird so ergänzt werden, da es in sich vollkommen ist.
Wer ALL DAS in sich trägt, kann niemals zur Gänze wahrgenommen
werden.
Wer dies alles in sich trennt, kann all das niemals zur Gänze
erfassen.
Auf diese Weise wirkt auch der Berufene.
Er faßt all das, womit er erfüllt wurde und dient so der
Welt das Eine zu erfassen.
Er faßt in Worte, wodurch er selbst bewusst wurde und dient
so der Welt selbst bewusst zu werden.
Daher verbirgt er sich nicht und dadurch, da er sich nicht
verbirgt, dient er der Welt.
Doch tritt er auch nicht mit Macht hervor und dadurch, da
er nicht mit Macht hervortritt, kann er der Welt dienen.
Daher verschweigt er sich nicht, dadurch dient er der Welt.
Doch auch rühmt er sich nicht und dadurch, da er sich nicht
rühmt, kann er der Welt dienen.
Daher folgt er der Welt nicht, dadurch dient er der Welt.
Doch auch fordert er nicht Ihm zu folgen und dadurch, da
er es nichts fordert, kann er der Welt dienen.
Daher setzt er sich nicht zur Wehr, dadurch dient er der
Welt.
Doch greift er auch Niemanden an und dadurch, da er Niemanden
angreift, kann er der Welt dienen.
Der, der sich nicht verbirgt, den kann man nicht übersehen.
Einer, der nicht mit Macht hervortritt, den kann man nicht
abwehren.
Der, der sich nicht verschweigt, den kann man nicht verleugnen.
Einer, der sich nicht rühmt, den kann man den Ruhm nicht
rauben.
Der, der Niemandem gehorcht, den kann man nicht zum Handeln
zwingen.
Einer, der nichts fordert, den kann man durch Handeln nicht
bewegen.
Der, der nicht verteidigt, den kann man nicht bedrohen.
Einer, der nicht kämpft, mit dem kann man nicht streiten.
So steht es geschrieben und es ist wahr:
Alles was existiert, erlangt seine Vervollkommnung durch den
Einen, der über Allen ist und in allem ist.
Für wahr: alles was existiert, beschreitet und vollendet diesen
Weg und der Berufenen weiß das.
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Die Befreiung
(23) Selten etwas auszuschließen bei der Lehre, lässt die Erkenntnis wachsen!
Irrtümer durch Begrenzungen lösen sich nicht durch neue Einschränkungen auf!
So wie der Sturm sich nicht durch den Sturm auflöst, sondern darin, das der
Sturm dort nicht mehr ist.
So wie der Laut sich nicht im Laut auflöst, sondern darin, das der Laut dort
nicht mehr ist.
So wie das Bild sich nicht durch das Bild auflöst, sondern dadurch, da das
Bild dort nicht mehr ist.
Das ist es, was die ZEIT ist, was sie bewirkt und wodurch sie begrenzt:
Leid löst sich in der Zeit auf, wird es nicht erneuert.
Liebe löst sich in der Zeit auf, wird sie nicht erneuert.
So wie der Regen seine Zeit hat, hat auch das Leiden seine Zeit.
So wie die Sonne Ihre Zeit hat, hat auch die Liebe/Verbundenheit Ihre Zeit.
Das ist es, was Begrenzung bewirkt.
Doch so wie der Regen als Regen durch Zeit und Raum begrenzt wird, begrenzt
sich auch das Leid durch die Zeit.
Und so wie die Sonne als Sonne durch Zeit und Raum begrenzt wird, begrenzt
sich auch die Liebe/Verbundenheit durch die Zeit.
Was ist es, das dieses bewirkt?
Es ist die Illusion als Raum und Zeit SELBST, die dieses bewirkt.
Sie bewirkt, dass alles begrenzt wird und alles erneut zur Ruhe kommt.
Auf diese Weise mündet die Geburt in den Tod.
Auf diese Weise mündet der Laut in der Stille.
Auf diese Weise trägt jeder Anfang sein Ende in sich.
Auf diese Weise verlischt das Bild.
So wie etwas, das geboren wird, indem es aus dem Leib der (einen) Mutter
hervortritt und vergeht, in dem es in den Leib der anderen Mutter (Erde)
wieder eintritt.
Warum ist es so, da alles begrenzt wird?
Was ist es, der alles dorthin zurückführt?
Es ist das EINE, das in ALLEM ist und über ALLEN ist.
In der Einheit von Allem, die VOR und HINTER der Schöpfung liegt, existiert
keine Verbundenheit/Liebe, da alles mit allem EINS ist.
In der Einheit von Allem, die VOR und HINTER der Schöpfung liegt, existiert
kein Leid, da NICHTS jemals getrennt wurde.
Das ist es, was hinter dem ist, was sich offenbart und bewirkt, das es
dorthin zurückkehrt.
So ist es die Schöpfung selbst, die so die Begrenzung in sich trägt.
So ist es der Schöpfer selbst, der so die Begrenzung bewirkt.
Das ist das Geheimnis der Einheit Gottes mit allem was erschaffen
ist/existiert.
Im Schöpfer/der Einheit ist es die Verbundenheit, in der Schöpfung/Illusion
bewirkt es das Leid.
Im Schöpfer/der Einheit ist es das Leid, in der Schöpfung/Illusion bewirkt
es die Verbundenheit.
Schöpfung ohne Trennung ist nicht möglich.
Das Erhalten der Schöpfung ist nicht möglich ohne die Verbundenheit/Liebe.
Trennung ohne Leid ist nicht möglich.
Das Erhalten der Trennung ist nicht möglich ohne zu leiden.
Sich zu verbinden ist ohne Liebe nicht möglich.
Das Beenden der Trennung ist ohne Liebe nicht möglich.
So wie Geburt ohne Trennung/Schmerz nicht möglich ist
und das Heranwachsen ohne Trennung/Schmerz nicht möglich ist.
So wie die Geburt ohne das Leben zu behüten/bewahren und die Liebe nicht
möglich ist
und das Heranwachsen ohne das Leben zu behüten/bewahren und die Liebe nicht
möglich ist.
Was ist es, das die Trennung begrenzt und in die Verbundenheit zurück führt?
Was ist es, das die Verbundenheit begrenzt und in die Trennung zurück führt?
So wie der Mensch/das Geschöpf die Grenze seiner Kraft nicht überschreiten
kann, weil diese Kraft nicht seinem Willen unterworfen ist,
überschreitet der Schöpfer die Grenzen der Kraft nicht, weil sein Wille EINS
ist mit dem Willen seiner Geschöpfe.
Das Geschöpf vermag seinen Willen auszudehnen, bis sein Wille EINS ist mit
der KRAFT der Schöpfung.
Das ist der Ausdruck der Verbundenheit des Geschöpfes mit dem Schöpfer.
Der Schöpfer vermag seine Kraft über die Kraft seiner Geschöpfe auszudehnen,
dies geschieht aber nicht, da die Schöpfung stets EINS mit der Schöpfung
bleibt,
da KRAFT, WILLE und SCHÖPFUNG EINS sind.
Das ist Ausdruck der Verbundenheit des Schöpfers mit der Schöpfung.
Darum kann das Erschaffene den Willen ausdehnen gemäß seiner Kraft, die in
seine Schöpfung gelegt wurde, aber nicht die Kraft gemäß seinem Willen, da
es sich selbst nicht hervorgebracht hat.
Daher ist die Kraft nicht dem Willen des Geschaffenen unterworfen, sondern
dem Willen des Schöpfers/Ursprungs.
Es liegt nicht am Geschöpf die Kraft zu bestimmen, so wie der Schöpfer den
(freien) Willen des Geschöpfes nicht bestimmt.
Daher:
Wo die Kraft endet, endet der Wille, die Wirkung, die Möglichkeit des
Erschaffenen.
Wer das weiß, wird nicht leiden, wenn das Ende der Kraft erreicht ist.
Wer dies weiß, kann anerkennen, das er getan hat, was er bewirken konnte,
und er wird nicht leiden.
Wer das weiß, wird daher nicht zu verbinden suchen, was nicht verbunden
werden kann, weil die Kraft fehlt,
und er wird nicht zu verbinden suchen, was nicht verbunden werden will,
weil der Wille fehlt.
Er wird sagen:
Ich habe all das verbunden, was sich verbinden lies.
Und er wird sagen:
Ich war EINS mit dem LEBEN in der Schöpfung, denn ich war EINS mit dem
GESETZ!
Ich war EINS mit dem Gesetz, da mein WILLE EINS war mit meiner KRAFT, die in
meine Schöpfung gelegt wurde.
Ich beuge meine Kraft nicht meinen Willen, doch ich beuge meinen Willen, dem
WILLEN der Kraft, die in der Schöpfung ist.
Wer Wille und Kraft (Sinn) in rechtem Maße sieht,
sieht die Armut in dem, der arm ist.
Und er sieht die Armut in dem, der reich ist.
Und er sieht den Reichtum in dem, der arm ist.
Und er sieht den Reichtum in dem, der reich ist.
So scheut er den Armen nicht und begehrt nicht arm zu sein,
so scheut er den Reichen nicht und begehrt nicht reich zu sein,
..da er sieht, worin alles sich begründet.
Auf diese Weise verletzt er nicht.
Auf diese Weise nimmt er es an.
Auf diese Weise verbindet er.
Auf diese Weise verhindert er, das ohne Frucht verbunden wird.
Wo die Einsicht in Sinn(Wirkung) von Wille und Kraft fehlt, muss das eine
erhoben und das andere erniedrigt werden.
Dort ist es dann gut, reich zu sein und mangelhaft arm zu sein.
Oder es ist mangelhaft arm zu sein und gut reich zu sein."
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Die Leichtigkeit
(24) Das Wahre zu erlangen ist LEICHT,
das Unwahre zu erhalten ist SCHWER.
So ist der WAHRE WEG stets LEICHT, denn er fordert keine Mühsal, keine Kraft,
keinen Widerstand (gegen das was ist), keine Schwermut (wegen dem, was ist),
keine Traurigkeit und kein Opfer...
Den Weg zu gehen ist LEICHT, wie es LEICHT ist, den Sonnenaufgang zu sehen.
Es ist LEICHT den Sonnenaufgang zu sehen, denn die Sonne geht VON SELBER auf.
Wer sich in die ORDNUNG einfügt, indem er sich dieser Ordnung öffnet, lebt
LEICHT, wer gegen die Ordnung ankämpft, weil er sich gegenüber der Ordnung
verschließt, lebt SCHWER.
Der, der gegen die Ordnung ankämpft, kämpft gegen SEIN EIGENES WESEN an!
Auf diese Weise lebt er SCHWER.
Und der, der sich in die Ordnung einfügt, FÜGT SICH IN SEIN EIGENES WESEN
EIN, von daher lebt er LEICHT.
Gegen die Ordnung anzukämpfen, ist wie auf Zehenspitzen stehen und dabei
Halt suchen.
Der, der auf den Füßen ruht, steht LEICHT und fest.
Der, der auf der Spitze steht, MÜHT SICH um sein Gleichgewicht.
Gegen die Ordnung anzukämpfen, ist wie mit gespreizten Beinen gehen.
Der, der ein Bein neben dem anderen führt, kommt LEICHT voran.
Der, der mit gespreizten Beinen geht, MÜHT SICH voranzukommen.
Einer der sich BEMÜHT die Ordnung zu erlangen, den erlangt die Ordnung nicht.
Einer, der sich in sie einfügt, weil er sich IN SICH SELBST einfügt, der
wird von Ihr erfaßt.
Die Ordnung IST und muss nicht erlangt werden!
So wie es nicht ERLANGT werden muss, dass man auf sicherem Grund Halt findet.
So wie es nicht ERLANGT werden muss, dass man vorankommt, wenn man ein Bein
neben dem anderen führt.
Alles was "zu tun" ist, ist sich in die Ordnung einzufügen, damit die
Ordnung SICH SELBST VERWIRKLICHEN KANN.
..auf diese Weise ist der wahre Weg LEICHT
und das Erhalten des Weges, der nicht wahr ist SCHWER.
Wer selbst brennt, in dem kann keine Flamme sich entzünden.
Wer selbst sich erhebt, der kann nicht erhoben werden.
Wer selbst spricht, zu dem kann man nicht sprechen.
Wer selbst sich voranstellt, den kann man nicht nach vorne führen.
Für die Ordnung ist der Strebende, der selbst wirken will, wie der Abfall
für den, der kocht.
Es führt zu keinem Gelingen.
Für die Ordnung ist der, der selbst strebt, wie der Eiter für die Wunde.
Es verhindert die Heilung.
Wer selbst strebt, gegen den wird sich Widerstand erheben.
Wer selbst wirkt, wird keine Leichtigkeit fühlen.
Darum:
Wer sich in die Ordnung einfügt, verweilt nicht dort, wo sich Widerstand
erhebt oder die Leichtigkeit schwindet.
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Die Größe
Gottes
(25) Bewusst_sein IST
doch indem es so schiene, als wäre es (dort) nicht mehr (bewusst), entsteht
das Nicht_sein.
(Die Erfahrung von: da ist etwas, das ich nicht bin)
Der Himmel war, bevor er wurde, in sich,
und die Erde war, bevor sie wurde, in sich,
und in dem der Himmel so tat, als ob er aus sich heraustrete,
war da ein Himmel, der ein Kommen und Gehen kannte, und indem die Erde so tat, als ob sie aus sich heraustrete,
war da eine Erde, die ein Kommen und Gehen kannte.
So wie die Stille nicht mehr gehört wird, sobald ein Klang ertönt
und der Klang nicht mehr gehört wird, wenn es still wird.
So wie das Zeitlose nicht mehr erfahren wird, sobald da eine Zeit ist
und die Zeit nicht mehr erfahren wird, sobald sie ewig ist.
So wie das Unbegrenzte nicht mehr erfahren wird, sobald da ein Ort ist,
und der Ort nicht mehr ist, sobald er unbegrenzt ist.
So wird die Leere als Bild erfahren, wenn die Wandlung in Erscheinung tritt.
So wird die Leere im Bild erfahren, wenn die Wandlung nicht mehr in
Erscheinung tritt.
So löst die Wahrheit des Einen/Einzigen sich auf, sobald sie in Erscheinung
tritt.
So wird der Eine/Einzige in Wahrheit erfahren, indem die Erscheinung seines
Bildes sich auflöst.
Durch die Abfolge/den Kreislauf von Stille und Klang, wird der Klang als
Klang und die Stille als Stille erfahren.
Durch die Abfolge/den Kreislauf von Ewigkeit und Zeit, wird die Zeit als
Zeit und das Zeitlose/Ewige als ewig erfahren.
Durch die Abfolge/den Kreislauf von unendlich und Raum, wird der Raum als
Raum und das Unendliche als unbegrenzt erfahren.
Durch die Wandlung im Bild wird die Leere zur Erfahrung.
Durch das in Erscheinung treten des Wahren wird GOTT erfahrbar.
So kann man GOTT auch erfassen, als die Mutter der Welt, da alles dadurch
erfahrbar wird, indem es durch sie geboren wird.
Allmacht und Quelle, unerschöpflicher Schrein,
ich weiß Dir keinen Namen zu geben!
Unbeirrbar bist Du in der Abfolge des Wandels von Werden und Vergehen!
Mal nenne ich Dich Ordnung, mal Sinn, mal Wort!
Mich mühend Dich zu verkünden, nenne ich Dich GROSS!
Gross, nenne ich Dich, da es nichts gibt, das Du nicht umfaßt!
Du bist in Allem, da Du in der Stille bist UND im Ton.
Du bist in Allem, da Du im Zeitlosen/Ewigen bist UND in der Zeit.
Du bist in Allem, da Du im Unbegrenzten bist UND im Raum.
Du bist in Allem, da Du in der Wandlung bist UND in der Leere.
Du GOTT bist GROSS, da Du in allem bist, was existiert.
Wer Dich nahe wähnt, sieht nicht wie weit Du reichst.
Wer Dich ferne wähnt, sieht nicht, dass Du Ihm am nächsten bist.
Da Ton UND Stille aus Dir kommen, kehren sie in Dich zurück.
Da Ewigkeit UND Zeit aus Dir kommen, kehren sie in Dich zurück.
Da Unbegrenztes UND Raum aus Dir kommen, kehren sie in Dich zurück.
Da Wandlung UND Leere aus Dir kommen, kehren sie in Dich zurück.
Da die Schöpfung aus Dir kommt, kehrt sie in Dich zurück.
Sie kehrt zu Dir zurück, indem Du sie umwendest, das ist das Wesen der
Wandlung.
Wer Deine Ordnung im Himmel wähnt, der sieht sie nicht auf der Erde.
Wer Deine Ordnung auf der Erde wähnt, der sieht sie nicht im Himmel.
GROSS ist Dein Wort und es umfaßt alles, was jemals erschaffen wurde/wird.
Es umfaßt den Himmel UND die Erde!
Da die Ordnung der Erde auch den Himmel umfaßt, ist der Sohn Gottes groß.
Da die Ordnung des Himmels auch die Erde umfaßt, kennt die vier
Ausrichtungen und der Sohn Gottes ist EINE(!) davon.
Es gibt den Sohn, der sich selbst durch die Erde erkennt.
Es gibt die Erde, die sich selbst durch den Himmel erkennt.
Es gibt den Himmel, der sich selbst durch die Ordnung erkennt.
Es gibt die Ordnung, die durch sich selbst wirkt und auf diese Weise
dreifach in Erscheinung tritt.
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Das KREUZ
(26) Die Leichtigkeit offenbart das Gewichtige.
Die Leerheit offenbart die Tiefe der Bewegung.
Die Last der Leichtigkeit muss ertragen werden,
nur so kann sich das Gewichtige offenbaren!
Die Tiefe der Leerheit muss verwirklicht werden,
nur so tritt sie ans Licht des Bewusstseins!
Der Berufene trägt die Last der Leichtigkeit und die Tiefe der Leerheit,
darum weiß er um das Schwere in der Leichtigkeit und die Tiefe in der Leerheit.
Tag für Tag erträgt er diese Last.
Er vermag sich nicht mehr von diesem Gepäck zu trennen.
Er wünscht es nicht, sich von diesem Gepäck zu trennen.
Alle Herrlichkeit des Lebens würde er eintauschen gegen das Eine.
Das Eine hat er eingetauscht gegen alle Herrlichkeiten des Lebens.
Das ist seine Last.
Auf diese Weise erträgt er das Leben.
Der Berufene nimmt diese Last an, doch um wie viel mehr Last trägt der Eine!
Alle Herrlichkeit des EINEN hat er eintauschen gegen DAS LEBEN.
DAS EINE LEBEN hat er eingetauscht gegen alle Herrlichkeiten des EINEN.
Das ist seine Last.
So wie der Berufene seine Last trägt, trägt sie der Eine durch seine Schöpfung,
im Erdkreis durch den Sohn, der sich durch die Erde erkennt.
In Ihm und durch Ihn wandelt er die Leichtigkeit in das Gewichtige, auf dass
das Gewichtige leicht werde.
In Ihm und durch Ihn wandelt er die Tiefe in die Leerheit, auf dass die Tiefe leer werde.
Würde er es leichtnehmen, die Leichtigkeit würde Ihr Gewicht einbüßen,
würde er die Last der Tiefe nicht ertragen, die Herrschaft und alle
Bewegung, die in Ihr ist, würde enden.
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Die LEHRE
(27) Das WESEN des LEBENS ist FREI.
Das WESEN des WORTES ist WAHR.
Das WESEN des GESETZES ist UNERSCHAFFEN.
Das WESEN der MACHT ist UNBEWIRKT.
Das WESEN der EINHEIT ist UNTEILBAR.
So ist auch das WESEN der LEHRE des Berufenen.
Auf diese Weise fügt sich die LEHRE des Berufenen in die ORDNUNG DES EINEN ein.
Sie befreit DAS LEBEN, wo es gefangen liegt.
Auf diese Weise wird KEIN WESEN von der BEFREIUNG DER LEHRE ausgeschlossen.
Sie rückt DIE WAHRHEIT an Ihren RECHTEN PLATZ.
Auf diese Weise wird KEINE ERSCHEINUNGSFORM von dieser WAHRHEIT ausgeschlossen.
Sie zeigt DAS GESETZ indem es seine WIRKUNG aufzeigt.
Von daher wird keiner, der es zu finden sucht, leer ausgehen.
Wird das Gesetz erkannt, wirkt es nicht mehr für oder gegen diejenigen, die es
erkannt haben.
Wird das Gesetz erkannt, verursachen diejenigen, die es erkannt haben,
dass es nicht mehr durch sie auf jene wirkt, die das Gesetz noch nicht
erkannt haben.
Auf diese Weise wirkt die LEHRE über das GESETZ IM DOPPELTEN MASS(!)
Die LEHRE offenbart das WESEN DER HERRSCHAFT/MACHT indem es keinen Ersten
und keinen Letzten benennt,
keinen gering schätzt und keinen als groß erachtet, keinen bevorzugt und
keinen zurück stellt.
Sie lehrt DIE EINHEIT VON ALLEM, das in Erscheinung tritt.
Auf diese Weise bewirkt DIE LEHRE, das JEDEM WESEN ACHTSAMKEIT/ACHTUNG
widerfährt, da DER EINE in ALLEN ERSCHEINUNGSFORMEN erkannt wird.
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Die Glieder
(28) Wer seinen Geist erkannt hat und dennoch in
der Materie verweilt, wird zum Flussbett der Welt.
Der Strom des Lebens floss in Ihm und durch Ihn, da er EINS mit der EWIGEN
QUELLE im FLUSS DES LEBENS war und die Materie es Ihm bezeugte!
Doch nun ist er zurückgekehrt aus ewiger Kindschaft und Freude, von der QUELLE
des Stromes DES LEBENS, wo er EINS mit Ihr war, denn er hat sich neu dem Fluss des Lebens übergeben.
Auf diese Weise ergießt sich DAS WASSER DES LEBENS durch Ihn und mit Ihm zurück
in die Welt.
Er WEISS, dass er dorthin zurückkehren kann und er will es tun und fügt sich
darin.
So nimmt er es auf sich NEU in die Materie getragen zu sein, um nun BEWUSST
darin zu verweilen.
Das ist sein Kreuz, das er auf sich nimmt.
Wer im Bewusstsein gewahr wird und dennoch in der Welt verweilt, geht der Welt
voran.
Das Licht/Gewahrsein Gottes war in Ihm und er war im Licht und er war das
Licht.
Indem das Licht sich von Ihm abwendet, kehrt er zurück in die Dunkelheit des Bewusstseins.
IM WISSEN DES LICHTES verweilt er nun in der Dunkelheit und ist sich der
Dunkelheit (dem Fehlen des Lichtes) bewusst.
So kann das Licht des Wissens in die Dunkelheit getragen werden und den Weg
beleuchten.
Er WEISS, dass er ins Licht zurückkehren will, doch er gibt seinen Willen dem
Willen des Schöpfers hin.
Auf das der Schöpfer darüber bestimme.
So wird er ZUM ABBILD (Spiegelbild) des Schöpfers, denn der Schöpfer gibt seinen
Willen hin, für die Freiheit des Willens seiner Schöpfung.
Das ist sein Kreuz (von Zeit und Raum/der Begrenzung), an das er sich binden lässt.
Wer durch die Liebe Gottes erhoben wurde und dennoch in die Welt zurückkehrt,
wird zum Tal der Welt.
Wer durch die Liebe erhoben wurde und in die Welt zurückkehrt, weiß um das
Wesen der Kraft.
Im Aufstieg zur höchsten Liebe/Gott findet sich das Höchste/ das so lang
ersehnte/ das so vollkommen vergessene.
Im Abstieg in das Tal der Welt findet sich das Tiefste/ das am meisten
gefürchtete, das noch nie vorgestellte.
Das Wesen der Kraft ist es, diese höchste Liebe mit diesem tiefsten Schmerz zu
verbinden.
Er WEISS, dass er in die Einheit mit Gott zurückkehren wird, doch er verweilt
nicht länger darin und in Ihm ist der tiefste Schmerz, den nur jener kennt, der dieses Höchste erlangte.
Das ist sein Leiden am Kreuz (der Trennung durch die Begrenzung), die Tiefe des
Schmerzes, den er sich zufügen lässt.
Warum dies geschieht: Die EINHEIT des EINEN, liegt über der Erde verstreut, wie die Glieder eines
Leibes.
Auf diese Weise kann der Leib nicht dienen.
Der Berufene kehrt zurück, um die Glieder (neu) einzusammeln und sie so zu
vereinen.
Nur wenn die Glieder verstreut liegen, können sie beschnitten werden, da sie
verborgen sind im Bild/im Leib der Mutter.
Im Leib der Mutter können sie beschnitten werden, sobald sie sich als EIN LEIB
offenbaren/hervortreten, können sie nicht länger beschnitten sein.
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Die Hingabe
(29) Hingabe ist das Gegenteil von Handeln
Die Hingabe ruft die Liebe hervor.
Der Handelnde will sie an sich binden.
Durch Hingabe herrscht der, der die Macht innehat.
Durch Handel/Taten will sie jener erlangen, der sie nicht besitzt.
Daher: Durch Taten lässt sich Welt nicht bestimmen.
Durch Handel/Tun lässt sich keine Macht erringen.
Der Geist/das Bewusstsein ist der Ursprung aller Dinge.
Bewusstsein lässt sich nicht zwingen, denn das Wesen des Geistes ist frei.
Bewusstsein lässt sich nicht beherrschen, denn das Wesen des Geistes ist frei.
Bewusstsein lässt sich nur durch sich selbst verändern, und nicht durch etwas,
das nicht aus dem Bewusstsein kommt.
Wer handelt um bestimmen zu können, vergißt seine Bestimmung, verliert sich
selbst.
Wer an sich bindet/festhält, um herrschen zu können, vergißt seine Einheit mit
Allem, verliert sich selbst.
Wer einen Handelnden nachfolgt, vergißt seine eigene Bestimmung (!)
Wer sich an einen Handel/Handelnden bindet, vergißt die Größe von sich
selbst (!)
Auf diese Weise verwirrt sich die Wahrheit.
Auf diese Weise werden die Glieder des EINEN getrennt.
Die einen begehren zu Herrschen und laufen voran.
Die anderen begehren Ihre Herrschaft (Verantwortung) abzugeben und folgen nach.
Die einen begehren stark zu sein, um dadurch zu herrschen.
Die anderen begehren schwach zu sein, um dadurch die Herrschaft zu vermeiden.
So trennt sich die Einheit in Herrscher und Beherrschte, Sieger und Besiegte,
Starke und Schwache.
So werden die Glieder getrennt.
Der Berufene weiß das.
Daher vermeidet er Handlungen, die etwas an Ihn binden könnten.
Er strebt es aber an, Hingabe/Liebe in anderen hervorzurufen.
Daher vermeidet er Handlungen, die nach Besitz streben.
Er strebt es aber an, Handlungen zu stärken, die eine Hingabe/Liebe in die
Einheit stärken.
So strebt er nach der Freiheit aller Wesen und meidet zugleich die Herrschaft.
So fördert er die Selbstbestimmung alle Wesen und meidet zugleich Ihre
Bevormundung.
So hilft er jedem sich selbst zu verändern, ohne solch eine Veränderung durch
sich selbst zu bewirken.
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Die Herrschaft
(30)
Die Herrschaft des Einen zwingt nicht.
Die Herrschaft des Einen greift Niemanden/nichts an.
Die Herrschaft des Einen kennt keinen Stachel.
Die Herrschaft des Einen bringt kein böses Erwachen.
Die Herrschaft des Einen fordert einzig sich zu entscheiden (!), nicht mehr, das
ist DAS WESEN der Zeit/von ZEIT und RAUM.
Die Einheit des Einen birgt die Konsequenz dieser Wahl.
Die Freiheit all seiner Geschöpfe IST diese Wahl.
Die Einheit von allem Erschaffenen birgt diese Konsequenz.
Die Freiheit seiner Geschöpfe wird durch den Einen (selbst) nicht
eingeschränkt!
Über die Entscheidung der Geschöpfe wird der Eine kein Urteil sprechen!
Konsequenz ist die Auswirkung einer Wahl gemäß der EINHEIT von allen
Wesen/Erschaffenem, aber kein Urteil.
Die Wahl wird von dem Einen (selbst) weder gelobt, noch getadelt.
Die Konsequenz der Wahl wird nicht durch den Einen, sondern durch die Einheit
an die Entscheidung gebunden.
Keine Entscheidung wird durch den Einen selbst abgelehnt oder bevorzugt.
Die Forderung des Einen, sich zu entscheiden, ist an kein Urteil gebunden, die
Wahl aber an die Konsequenz.
So wird auch keine Entscheidung durch den Einen selbst bevorzugt oder
benachteiligt, aber durch die Einheit aller Wesen/von allem Erschaffenen, wird jede
Entscheidung Ihre Konsequenzen bringen.
Sind die Geschöpfe reich geworden an Erfahrung, altern sie.
Sie altern, da der SINN der Schöpfung die Erfahrung ist.
Ist die Erfahrung dem Geschöpf/den Geschöpfen GENUG, naht das Ende.
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Das Bewusste und das
Unbewusste
(31) Wer nicht aus sich heraus erschaffen kann,
der sollte nicht zerstören.
Wer nicht aus sich heraus heilen kann, der sollte nicht verletzen.
Wer nicht aus sich heraus vereinen kann, der sollte nicht trennen.
Das Erschaffene widersetzt sich der Zerstörung, dieser Widerstand will geachtet
werden, um der Einheit aller Wesen Willen.
Das Erschaffene widersetzt sich der Verletzung, dieser Widerstand will geachtet
werden, um der Einheit aller Wesen Willen.
Das Erschaffene widersetzt sich der Abtrennung/Einsamkeit, dieser Widerstand
will geachtet werden, um der Einheit aller Wesen Willen.
Die Ordnung/Einheit des Einen verweilt nicht dabei zu zerstören, zu verletzen
oder zu trennen.
Zu erschaffen, zu heilen und zu vereinen, dies ist die WIRKUNG des Einen in der
Schöpfung.
Wer in der Einheit mit dem Einen ruht, ruht in sich/ im Geist, dies ist der
rechte Platz neben dem Einen.
Wer in der Einheit mit der Schöpfung/dem Erschaffenem ist, wird in Ihr
verweilen, dies ist der linke Platz neben dem Einen.
Für den Geist gibt es keine Geheimnisse, daher ist dies der rechte Ort.
Für die Schöpfung gilt es Geheimnisse zu erfahren, daher ist dies der
linke/unbekannte Ort.
In der Schöpfung wähle den linken Platz und achte so, was immer Dir widerfährt.
Erkenne den EINEN in allen Erfahrungen.
In der Tat wähle den rechten Platz und verwirkliche so, was Du in Dir als
EINHEIT erfahren hast.
So wird nur zerstört, was nach Zerstörung strebt, Zerstörung in sich trägt.
So wird nur verletzt, was nach Verletzung strebt, Verletzung in sich trägt.
So wird nur getrennt, was nach Trennung strebt, Abtrennung in sich trägt.
Die Ordnung/Einheit des Einen verweilt nicht dabei zu zerstören, zu verletzen
oder zu trennen.
Die Schöpfung des Einen kennt Zerstörung, Verletzung und Trennung.
Dies ist die WIRKUNG der Einheit (von Allem) auf die Schöpfung.
Nichts wird aber zerstört werden, um der Zerstörung willen.. um etwas anderes
zu erschaffen.
Nur um seiner Selbst willen, wird das, was nach Zerstörung strebt, zerstört
werden.
Wer so zerstört, wird am Grab seiner Tat Trauer halten, wie auch der Eine Trauer hält am Tag der Tat.
Nichts wird so verletzt werden, um der Verletzung willen.. um etwas anderes zu
heilen.
Nur um seiner Selbst willen, wird das, was nach Verletzung strebt, verletzt
werden.
Wer so verletzt, wird am Ort seiner Tat Trauer halten, wie auch der Eine Trauer hält am Ort seiner Tat.
Nichts wird getrennt werden, um der Trennung willen...um etwas anderes zu
vereinen.
Nur um seines Selbst Willen wird das, was nach Trennung strebt, getrennt
werden.
Wer so die Trennung vollzieht, wird am Ort der Geburt/des Herausgehens Trauer
tragen.
Auf diese Weise vollzieht der EINE die Schöpfung.
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Der Kreis
(32)
Das was der SINN hinter der (individuellen)
Schöpfung ist, das was die Aufgabe hinter dem SINN ist, das was die Erfahrung in der Aufgabe ist,
das ist der Name, den die (individuelle) Schöpfung trägt.
IN DER EINHEIT kann die Schöpfung nicht wirken.
ALS EINES kann die Schöpfung nicht zur Wirkung kommen.
Erst wenn sie EINEN NAMEN trägt, kommt sie zur Wirkung, erst wenn man sie BEIM NAMEN ruft, tritt sie in Erscheinung.
Wenn jene, denen die Macht übergeben wurde, die EINHEIT wahren, verstehen sie zugleich den SINN hinter der individuellen Schöpfung,
die Aufgabe, zu der die Geschöpfe gerufen wurden und die Erfahrung,
zu der sie sich versammeln.
Wenn jene, denen die Macht übergeben wurde, die Einheit NICHT wahren,
verstehen sie auch nicht den SINN hinter der individuellen Schöpfung,
die Aufgabe zu der sie gerufen wurden
und die Erfahrung, zu der sie sich versammeln.
Der Himmel kommt nicht auf die Erde hernieder.
Die Erde erklimmt nicht den Himmel.
Vereint sind Himmel und Erde, wie der Tau der Welt, doch es wird nicht gesehen.
Vereint sind Erde und Himmel, wie das Tau der Welt, doch es wird nicht erkannt.
Die Vereinigung trägt keinen Namen, das ist Ihr SINN.
Die Vereinigung selbst wird nicht gesehen, so bleibt sie verborgen.
Die Vereinigung selbst kommt nicht zur Wirkung, so verbleibt sie in sich.
Erst wenn der Himmel sich von der Erde trennt, der Geist sich von der Materie
löst, wird der SINN der Vereinigung erkannt.
Erst wenn der Himmel sich von der Erde trennt, der Geist sich von der Materie
löst, wird die EINHEIT in der Ordnung gesehen.
Erst wenn der Himmel sich von der Erde trennt, der Geist sich von der Materie
löst, endet die (AUS)WIRKUNG der Trennung.
Erst wenn die Materie sich von DEM EINEN GEIST trennt, geschieht Schöpfung.
Erst wenn die Materie sich von DEM EINEN GEIST trennt, wird ein Geschöpf
gerufen/gesehen.
Erst wenn die Materie sich von DEM EINEN GEIST trennt, kommt die TRENNUNG der
Schöpfung zur (AUS)WIRKUNG.
DAS RICHTMASS der Trennung bewegt die Schöpfung.
Die MATERIE bestimmt das RICHTMASS der Trennung (!).
Das ist IHRE FREIHEIT.
Die Auswirkung der Trennung ist das Geboren werden, das Hervortreten.
Das Beenden der Trennung ist das Altern, das Hineingehen.
Die Auswirkung der Trennung ist die Berufung, das Gerufen werden.
Das Beenden der Trennung ist das Ende der Berufung, das Gestaltlose.
Die Auswirkung der Trennung ist die Schöpfung.
Das Beenden der Trennung ist das Ende der Schöpfung.
Auf diese Weise begrenzt die Materie die Trennung.
Auf diese Weise wird durch sie alles in die Einheit zurückgeführt.
Auf diese Weise liegt die Macht in Ihren Händen, solange die Trennung zur
Auswirkung kommt.
Wer das weiß, wird sich durch Krankheit, Alter und Tod nicht verwirren lassen.
Wer das weiß, erkennt die Mutter und die Glieder der Mutter.
Wer das weiß, erkennt den Vater und die Glieder des Vaters.
So wie er einen Bach, einen Fluss und einen Strom erkennt
und doch sieht, das dies alles EIN Wasser ist.
Und wie er erkennt, dass das Wasser seinen Ursprung weder im Himmel, noch auf
der Erde nimmt, sondern bewegt wird
und so viele Namen, Auswirkungen und Erscheinungsformen trägt,
weiß er, das die Ordnung Ihren Ursprung weder im Himmel noch auf der Erde
nimmt, sondern durch Ihre Bewegung entsteht.
Er weiß um diese Ordnung, wie um die Glieder einer Kette, ohne das er eines
davon größer oder geringer, zuerst oder zuletzt nennen würde.
Das Wasser nimmt seinen Ursprung nicht in der Quelle, doch wenn es aus der
Quelle hervortritt, fließt es solange bis es einmündet.
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Das
Außen und das Innen
(33)
Wer weiß, wie das Außen sich im Außen zusammenfügt, ist klug,
wer weiß, was das Außen im Inneren
zusammenhält, ist weise. Wer dem Außen widersteht, ist stark,
wer im Inneren besteht, ist mutig.
Wer seinen Willen im Außen durchsetzt, zeigt Kraft, wer seinen Willen dem Inneren fügt, erlangt dessen Früchte.
Wer das ausformt, was er selbst im Außen ist, zeigt Beständigkeit,
wer das findet, was er selbst im Innerstes ist, überwindet den Tod.
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Das Wirken
von Bewusst und Unbewusst
(34) Die ORDNUNG des EINEN ist ALLGEGENWART und die ORDNUNG ruht IN IHM:
Der linke (unbewusste) Ort ist bei dem EINEN,
auf diese Weise ruht der Unbewusste/das Unbewusste in Ihm, der
rechte (bewusste) Ort ist in dem EINEN, auf diese Weise ruht der Bewusste/das
Bewusstsein in Ihm.
Nichts kann außerhalb des EINEN sein, da nichts
außerhalb des EINEN existiert.
Die Schöpfung erschafft die Bewegung.
Die Bewegung IST die Schöpfung (!) ..und der Schöpfer verweigert
sich dieser Bewegung nicht! Mit dem Zulassen von Bewegung IN SICH wird das
Werk der Schöpfung vollbracht.
Alles was existiert scheint durch die
Schöpfung (von Zeit und Raum) aus Ihm herauszutreten, alles was existiert
scheint durch die Schöpfung (von Bewegung und Leben) in Ihn einzutreten.
Doch in Wahrheit ruht alles in Ihm, in Wahrheit gibt es kein ein- oder
austreten, doch die VORSTELLUNG/DAS BEWUSSTSEIN VON BEWEGUNG IST die
Schöpfung!
Der Eine bestimmt nicht die Art der Bewegung, doch es ist
unveränderbar, dass es die Bewegung EINES EINZIGEN, EINER EINHEIT ist.
Der
Eine bestimmt nicht über die Größe der Bewegung, doch es ist unveränderbar, was
der Schöpfer (in_sich_ruhende_Einheit) und was die Schöpfung
(nicht_in_sich_selbst_verbleibende_Bewegung) ist.
Die Schöpfung kann den
Schöpfer nicht verändern, da der Ursprung der Schöpfer ist und der Schöpfer
ohne Ursprung ist.
Als der EINE URSPRUNG ist der Schöpfer
UNWANDELBAR.
Das verbindende Element im Bewusstsein der Bewegung ist DIE
LIEBE, so wird DIE LIEBE zum VERBINDENDEN ELEMENT in der
SCHÖPFUNG.
DIE LIEBE ist es, die DAS EINE BEWUSSTSEIN im Bewusstsein der
Bewegung mit allem verbindet. So offenbart sich DAS EINE BEWUSSTSEIN durch
DIE LIEBE.
DIE LIEBE ist das ALLES VERBINDENDE ELEMENT DER
SCHÖPFUNG. DIE LIEBE und DAS EINE BEWUSSTSEIN DER SCHÖPFUNG sind
UNTEILBAR.
Da DER EINE allen Geschöpfen dient sich selbst
hervorzubringen, indem er diese Bewegung für sie erschafft und die Größe der
Bewegung IN SICH zulässt, kann man Ihn DEN DIENER VON ALLEN nennen.
Da
NICHTS ohne IHN wäre, es keine Bewegung gäbe, wenn er sie nicht in sich
erschaffen würde und es so keine Größe der Bewegung gäbe, wenn er sie nicht
durch die Liebe/das eine Bewusstsein verbinden würde, kann man Ihn DEN HÖCHSTEN
VON ALLEN nennen.
Auf diese Weise wirkt der EINE: Er dient ALLEN
SEINEN GESCHÖPFEN! Das ist es, was dem EINEN in der Schöpfung seine GRÖSSE
verleiht.
Auf diese Weise wirkt der Berufene. Er dient DEM EINEN der
ALLEN dient. Das ist es, was dem Berufenen in der Schöpfung seine Größe
verleiht. |
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Das verbindende Element
(35) Wer sich mit der Liebe
verbindet, zu dem kommt die Welt.
Sie kommt zu Ihrem verbindenden
Element, da die Liebe heilt, was verletzt wurde, da die Liebe das
Gleichgewicht wieder herstellt, da die Liebe zusammenfügt, was getrennt
wurde, da die Liebe alles in Ihre Einheit zurückführt.
Ein Rufen und
Locken ist in der Liebe, darum kommt die Welt zu Ihr.
Wer dem Ruf der
Liebe folgt, dem offenbart sich die Ordnung der Welt. Wer dem Ruf der Liebe
folgt, dem offenbart sich die Heilung der Welt. Wer dem Ruf der Liebe folgt,
dem offenbart sich die Einheit aller Geschöpfe.
Wer der Liebe folgt,
findet kein zweites in Ihr. Wer die Liebe hört, hört kein zweites in
Ihr. Wer in der Liebe ist, sieht Ihr Ende nicht.
Alles umfaßt das
Wesen der Liebe, daher umfaßt die Liebe kein zweites. Kein Wesen kann die
Liebe umfassen, darum ist kein zweites in Ihr.
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Die Anbindung an das Kreuz
(36) Das verbindende Element
entspringt der Liebe. Was im Rahmen von Zeit und Raum als Liebe verwirklicht
wird, entscheidet über die Ausdehnung. Was im Rahmen von Zeit und Raum gegen
die Liebe wirkt, entscheidet über die Begrenzung.
Was im Rahmen von Zeit
und Raum an Kraft(Vertrauen) verwirklicht wird, entscheidet über das
Fortschreiten. Was im Rahmen von Zeit und Raum die Kraft(das Vertrauen)
schwächt, entscheidet über die Umkehr.
Was im Rahmen von Zeit und Raum
LEBT ist an die Verwirklichung von Liebe und Kraft gebunden. Ohne die
Existenz (Verwirklichung) von Liebe und Kraft ist kein LEBEN möglich.
Aus
dem NICHTS kann sich kein Leben verwirklichen.
Liebe und Kraft (Vertrauen)
ist der Ursprung allen LEBENS. Die Verwirklichung von Liebe und
Kraft (Vertrauen) entscheidet über das Fortschreiten/ die Ausdehnung des
Lebens.
Der Ursprung von Allem ist die Einheit von Liebe und
Kraft.
Nichts kann gegen die Kraft (das Vertrauen) wirken, ohne dass es
gegen die Liebe wirkt. Nichts kann gegen die Liebe wirken, ohne dass es gegen
die Kraft (das Vertrauen) wirkt. Sind Liebe und Vertrauen vereint, erneuert
sich die Schöpfung. Das ist das Geheimnis der Zeugung.
Liebe und
Vertrauen besiegen die Angst. Liebe und Vertrauen überwinden den Tod/die
Vergänglichkeit.
Schwänden Liebe und Vertrauen ohne zugleich die
Erfahrung (den Erfahrungsraum) zu begrenzen, würde das Fortschreiten des
LEBENS einem Fisch gleichen, den man dem Wasser entnimmt und der doch nicht
sterben darf.
Schwänden Liebe und Vertrauen ohne die Erfahrung (den
Erfahrungsraum) durch den Tod zu begrenzen, das Sterben (die Angst) nehme
kein Ende.
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Die Selbstgestaltung der Schöpfung
(37) Das was in der Schöpfung
ZUR WIRKUNG kommt, ist nicht der Schöpfer(!) Der Urgrund der Schöpfung SELBST
bleibt ohne Handlung.
Wenn jene, denen die Macht übergeben wurde, um die
EINHEIT aller Geschöpfe wüssten, sie würden nicht eingreifen in die
Selbstgestaltung/den freien Willen von irgendeinem Geschöpf, da sie um die
Einheit dieses einen wüssten.
Wie der Urgrund der Schöpfung selbst, würde
sie keine EIGENEN WÜNSCHE in die Gestaltung der Geschöpfe mit einbringen,
sondern sie SICH SELBST gemäß IHRER WÜNSCHE entwickeln lassen.
Das
Eingreifen in die Selbstschöpfung aller Wesen, entspringt dem Unwissen/der
Trennung vom Schöpfer. Das Vertrauen in die Schöpfung entspringt dem Wissen,
der Einheit mit dem Schöpfer.
Wo Trennung/Schmerz erschaffen wird von
einem Geschöpf und seiner Selbstschöpfung, verringert sich die Kraft, das
Vertrauen in die Schöpfung VON SELBST und somit der RAUM für diese
Erfahrung.
Wer EINS ist mit der Schöpfung/dem Schöpfer wünscht daher
nicht einzugreifen in die Selbstgestaltung der Geschöpfe, da sich die Schöpfung
VON SELBST gemäß Ihrer Auswirkung verringert oder erweitert.
Wer EINS ist
mit der Schöpfung/dem Schöpfer, wünscht daher nichts in Bewegung zu setzen,
damit alles SICH SELBST bewegt und so erfahren kann.
Auf diese Weise
gestaltet sich die Schöpfung SELBST und ist zugleich gebunden an Ihre Einheit,
die unwandelbar ist, und aus der sie hervortritt.
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Das Eintreten
in die Schöpfung
(38) Die Offenbarung der
Essenz
Die Essenz jeder Offenbarung, die sich durch Bewegung/Leben
offenbart, sucht selbst die Bewegung/das Leben nicht. Daher: Wenn der
Geist die Bewegungen des Lebens nicht mehr sucht, kann die Essenz des Lebens
sich durch Ihn offenbaren.
Der Geist, der sich selbst bewegt, findet keine
Offenbarung. Der, der sich selbst bewegt, durch den kann die Essenz des
Lebens sich nicht offenbaren.
Die Essenz des Lebens selbst ist ohne
Bewegung, ohne Streben, ohne Ziel.
Daher: Wenn der Geist nicht mehr durch
Wunsch oder Streben sich selbst bewegt, kann die Essenz des Lebens sich durch
Ihn offenbaren.
Einer, der die Essenz des Lebens sucht, indem er sich
selbst bewegt, ist wie einer, der gerecht sein will durch handeln. Es bleibt
Ihm versagt.
Einer der die Essenz der Liebe sucht, indem er sie selbst
offenbart, ist wie einer, der die Liebe durch Moral fassen will. Es bleibt
Ihm versagt.
Die Essenz des Lebens kann nicht durch Streben erlangt
werden. Die Essenz der Liebe kann nicht durch Bewegung offenbart
werden.
Die Essenz des Lebens ist der Urgrund der Bewegung. Daher kann
die Essenz nicht durch Streben erlangt werden.
Die Essenz der Bewegung
ist die Liebe. Daher kann die Liebe nicht durch eigene Bewegung erfaßt
werden.
Daher: Wer die Essenz des Lebens finden will, muss das Streben
aufgeben/zur Ruhe kommen. Wer die Essenz der Liebe finden will, muss sich von
Ihr bewegen/erfassen lassen.
Wer die Essenz des Lebens durch Streben
erlangen will, wird in die Irre gehen. Wer die Essenz der Liebe fassen will,
indem er sich selbst bewegt, wird verwirrt werden. Wer selbst gemäß der
Ordnung handeln will, wird durch sein Handeln/Denken zu Fall kommen.
Sich
selbst zu bewegen, anstatt in sich zu gehen, ist der erste Schritt des
Toren. Selbst zu bewegen, anstatt sich bewegen zu lassen, ist der zweite
Schritt des Toren. Selbst zu handeln, gemäß einer Überlegung/einem Glauben,
ist der letzte Schritt des Toren.
Wer auf diese Weise sucht, muss in die
Irre gehen. Wer auf diese Weise sucht, der wird die Essenz nicht
fassen. Wer auf diese Weise sucht, den kann die Essenz der Liebe nicht
bewegen. Auf diese Weise kann man nicht in die Essenz eintreten/dem wird sich
die Pforte nicht öffnen.
Vom rechten (richtigen) Eintreten: Er hält
sich an das, was im Außen keine Bewegung offenbart (den Geist) und nicht an
das, was durch den Geist bewegt erscheint (das Außen). Er greift nach dem,
was sich in Ihm selbst/im Geist offenbart und bindet sich nicht an das, was
geglaubt oder gedacht wird, das sich durch das Bewusstsein offenbart. Er
taucht ein, was Ihm selbst (im Geist) am Nächsten ist und greift nicht nach dem,
was dem eigenen Bewusstsein fern ist.
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Die
Materie
(39) Der Geist, der die Materie
verläßt, erlangt die Einheit mit Allem zurück, indem er dieser Bewegung
folgt. Diese Bewegung aus der Materie hinaus, ist der Weg des Geistes zur
Einheit. ...das was fest erscheint, wird so leicht und verflüchtigt sich
(offenbart seine Formlosigkeit).
Das was in die Materie hineinführt,
erlangt die Einheit mit Allem, indem es diesem Weg folgt. Die Bewegung des
Geistes in die Materie hinein ist der Weg der Schöpfung. ..das was leer ist,
erscheint so fest und nimmt (selbst) Gestalt an.
Der Weg des Geistes
ist der Weg der WIRKUNG/des Erkennens. Indem die WIRKUNG erkannt wird, wird
sie losgelassen. Dies ist die Bewegung/Erfahrung des Geistes in der
Schöpfung.
Der Weg der Materie ist der Weg der HINGABE/des Kennen_lernens
der Bewegung. Indem die Materie sich der Wirkung (des Geistes) hingibt,
erlangt sie Ihre Erfüllung. Dies ist das Bewegt_werden der Materie in der
Schöpfung.
Der GEIST gelangt durch diese Bewegung aus der Materie zur
EINHEIT mit dem was die Materie um Ihn herum ist. Der GEIST erlangt so sein
LEBEN.
Die MATERIE erlangt durch diese Bewegung Ihre Einheit mit dem
Geist, was der Geist in Ihr ist. Die MATERIE wird so BELEBT.
IN DER
EINHEIT MIT DER MATERIE bestimmt der Geist den Zeit/Raum seines LEBENS. IN
DER EINHEIT MIT DEM BEWEGTEN GEIST bestimmt die Materie den Zeit/Raum Ihrer
ERFÜLLUNG.
So ist DIE MATERIE das Richtmaß Ihrer Erfüllung durch den
Geist. So ist DIE MATERIE das Richtmaß des bewegten Geistes, da sie den
Zeitraum der Bewegung bestimmt.
Dieses Richtmaß an Bewegungen wird
bestimmt durch EIN EINZIGES, (bildet zusammen EINE EINHEIT), da BEIDE in EINER
EINZIGEN BEWEGUNG Ihren Ursprung haben.
Würde das Hervortreten und das
Erfüllt werden NICHT einer einzigen Bewegung folgen, würde der Weg aus der
Materie hinaus, die Einheit (von Geist und Materie/ Wahrheit und Illusion/
Schöpfer und Schöpfung) zerbrechen. Da diese Einheit aber unwandelbar ist,
kann die Bewegung aus der Materie hinaus, diese Einheit nicht zerbrechen,
sondern kehrt zu Ihr zurück.
Würde es NICHT einer einzigen Bewegung
folgen, würde der Weg in die Materie hinein/die Hingabe an den Geist, die
Einheit (von Materie und Geist, Illusion und Wahrheit, Schöpfung und Schöpfer)
zerbrechen. Da diese Einheit aber unwandelbar ist, kann die Bewegung der
Hingabe an den Geist, diese Einheit nicht zerbrechen, sondern mündet in sie
ein.
Würde der Geist nicht aus der Materie austreten und so zur Wirkung
kommen, bliebe der Geist leer und ohne Bewegung. Würde die Materie nicht
durch den Geist erfüllt werden, wäre sie (als Materie) selbst nicht (existent)
und trüge keine Form.
Würde die Materie den Geist nicht erheben, indem
sie Ihm (wie eine Leiter) dient, und er sich so aus Ihr erheben kann, gäbe es
keine Bewegung.
Durch diese Bewegung kann der Geist die Materie
erfüllen. Durch die Existenz der Materie(Schöpfung/Illusion) kann der Geist
Bewegung in sich tragen.
Darum: Der Geist, der in der Schöpfung
ZUR WIRKUNG kommt, hat die Materie/Illusion zum Urgrund/als Wurzel. Das was
als das Höchste scheint, wäre nicht, hätte es sich nicht aus diesem Urgrund
erhoben.
Wer um diese Wahrheit weiß, wird sich nicht nach dem Höchsten
benennen, da er um sein Hervortreten weiß.
Er wird als Vater und Mutter
benennen, was verwaist ist. Er wird preisen, was gering geachtet wird. Er
wird jenem dienen, das man in der Welt zurückweist.
Er wird wissen, dass
es ohne die Einheit von Geist und Materie, kein Fahrzeug und keine Bewegung
gäbe. Er wird wissen, dass es ohne die Materie, kein Juwel und keinen Glanz
gäbe.
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Die Wahrheit
(40) Die Wahrheit/Ordnung des
Einen/der Einheit offenbart sich nicht beim Heraustreten aus Ihr, sondern durch
das Eintreten/Zurückkehren in sie.
Die Wahrheit/Ordnung des Einen/der
Einheit offenbart sich nicht bei dem, der durch sich selbst stark ist, sondern
bei dem, durch den die Einheit zur Wirkung kommt.
Die Wahrheit/Ordnung
des Einen/der Einheit offenbart sich nicht durch eine Bewegung, sondern durch
die Art des Ursprungs und der Vollendung dieser Bewegung.
Die
Wahrheit/Ordnung des Einen/der Einheit hat Ihren Ursprung nicht im Sichtbaren,
durch etwas, das zur Wirkung kommt, sondern im Unsichtbaren/Verborgenen, als
Ursache von allem, das zur Wirkung kommt
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Das
Maß aller Dinge
(41)
(Über das höchste Maß an
Ordnung kann nicht gesprochen werden. Das höchste Maß an Ordnung kann nicht
gehört oder gelehrt werden. Das höchste Maß kann nur durch das Sein selbst
erfahren werden.)
Wenn einer das höchste Maß an Ordnung durch sein Sein
wiedererkannt hat, wird er sich bemühen, nach dieser Erkenntnis zu
handeln.
Wenn einer über ein großes Maß an Ordnung hört, wird er darüber
nachsinnen, fassen , was er im Sein erfahren kann und loslassen, was nicht das
Seine ist.
Wenn einer über eine Art von Ordnung hört, über die man nicht
in rechter Weise nachsinnen kann, die man auch nicht auf rechte Weise im Sein
erfassen kann, so wird er weder etwas davon fassen, noch loslassen, sondern laut
darüber lachen, da es weder erfassen kann, noch loslassen muss.
Wenn
einer nicht dannach handeln kann, noch etwas davon fassen kann, noch darüber
lachen kann, so betrifft es diesen nicht und er widmet Ihr keine
Aufmerksamkeit.
Darum sagt man: Der klarste Sinn erscheint dunkel,
da er als das, was er ist, nicht ins Licht getragen werden kann.
Die
Ordnung als WEG darzustellen, erscheint als Rückschritt (schlechter), als sie im
Dunkel zu belassen, darüber Schweigen zu waren.
Die Ordnung als etwas
darzustellen, was einmal gefasst werden kann und einmal losgelassen werden muss,
erscheint den meisten unklar/rauh.
So ist es auch mit dem Leben/der
Bewegung. Ist ALLES bewegt, erscheint DAS GANZE unbewegt und ist so in sich
leer. Die höchste Hingabe/Liebe an das Leben findet sich in dem, den man als
letzten nennt, am meisten schmäht, am wenigsten achtet.
Der RAUM des
Lebens erscheint ungenügend, denn so wie die Ordnung im Weg begrenzt erscheint,
erscheint das Leben durch den Raum begrenzt.
Die Stärke des Lebens
erscheint zu trügen, da sie einmal zu fassen ist, einmal losgelassen werden
muss.
Das unveränderbare WESEN der Ordnung erscheint veränderlich,
sobald es sich als LEBEN offenbart. So erscheint die unwandelbare Ordnung
veränderlich, wenn sie sich im RAUM offenbart.
Die Größe des
(Schöpfungs-)Raumes kann sich nicht in einem Raum offenbaren. Darum offenbart
sich die Schöpfung in vielen Räumen.
Die Größe des einen Werkes kann sich
nicht in einem Werk offenbaren. Darum offenbart sich das eine/große Werk in
vielen Werken.
Die Größe des einen (Schöpfer-)Tones kann sich nicht in
einem Ton offenbaren. Darum offenbart sich der eine (Schöpfer)Ton durch die
Vielzahl der Töne.
Die Größe des Bildes kann sich nicht in einem Bild
offenbaren. Darum offenbart sich das eine/große Bild durch die Vielzahl der
Bilder.
Ist die Ordnung verborgen, ist sie in sich vollkommen. Ist die
Ordnung offenbart, erscheint sie unvollkommen. Der SINN der Ordnung ist, sich
selbst zu offenbaren. Daher offenbart sich die Ordnung, bis sie selbst in den
SINN einmündet.
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Individualität
(42)
Die Offenbarung der
Ordnung führt in die Einheit zurück ..auf diese Weise schließt sich der
Kreis. Die Offenbarung des Einen führt in die Trennung ..auf diese Weise
öffnet sich der Kreis. Die Trennung bewirkt die Wiedervereinigung ..auf
diese Weise bildet sich der Kreis. Durch die Ordnung, die Einheit und die
Trennung existiert der Kreis ..und alles was erfahrbar ist.
Alle
Geschöpfe kommen vom Sein zum Bewusstsein durch die Erfahrung der
Trennung. Durch die Trennung erfassen/umfassen sie das Wesen der Einheit/des
Einen. Und da sie aus Einem kommen und zu einem Einzigen gehen/ diesen Einen
umfassen/erfahren, ist die Summe Ihrer Bewegung EINS. (diese Einheit der
Bewegung offenbart sich als Ordnung)
So folgen auch die Menschen dieser
Ordnung der Schöpfung. Daher meiden/fürchten sie es verlasssen/einsam zu sein
oder in der Minderheit. Und obgleich sie sich auf diese Weise
verhalten/versammeln, wählen sie doch einen Einzigen aus Ihrer Mitte, der Ihre
Selbst_Bewegung/Ihr eigenes Streben als Einzelner offenbart.
Denn
entweder offenbart sich der Eine/die Einheit durch viele Einzelne. Oder die
Vielfalt des Einen offenbart sich durch einen Einzigen.
Was andere schon
verkündeten, verkünde auch ich: Es ist der Eckstein meiner Lehre!
Jene,
die einen großen Anteil der Kraft offenbaren (nicht den Einen als Vielfalt,
sonder die Vielfalt als einen Einzigen offenbaren), münden nicht ein, wie die
Vielfalt es tut, als Einzelne offenbaren diese mit, durch und im
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